Eine Werner Familie im Autocross-Fieber

WERNE Männer und Autos - das gehört zusammen wie Frühstück und Nutella, oder Kino und Popcorn. Aber in diesem Fall sitzt selbst eine Frau mit am Steuer und hat sich vom Auto-Fieber ihres Vaters und ihrer beiden Brüder anstecken lassen.

von Von Mareike Kneip

, 22.07.2008, 08:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

1972 verwirklichte sich Adolf Klein erstmals mit seinem Bruder den Traum eines eigenen Cross-Fahrzeuges, nachdem sie am 1. Mai des Jahres in Billerbeck ein solches Rennspektakel erlebt hatten. Frei nach dem Motto "Was die können, können wir auch", brachten die beiden Brüder bereits eine Woche später einen eigenen Wagen an den Start. In der Folgezeit kauften und verkauften sie, fragten nach Ersatzteilen bei Freunden und Bekannten sowie auf Schrottplätzen und sammelten sich einen ersten Fundus an.

1972 verwirklichte sich Adolf Klein erstmals mit seinem Bruder den Traum eines eigenen Cross-Fahrzeuges, nachdem sie am 1. Mai des Jahres in Billerbeck ein solches Rennspektakel erlebt hatten. Frei nach dem Motto "Was die können, können wir auch", brachten die beiden Brüder bereits eine Woche später einen eigenen Wagen an den Start. In der Folgezeit kauften und verkauften sie, fragten nach Ersatzteilen bei Freunden und Bekannten sowie auf Schrottplätzen und sammelten sich einen ersten Fundus an.

Nach der Familienpause: Hobby wiederbelebt

Mit der Heirat und der Geburt der Kinder geriet das Hobby ins Hintertreffen und wurde für mehrere Jahre auf Eis gelegt - bis 1993. Der Schwager wollte seinen Ford Capri V6 verschrotten lassen, und so nutzte Adolf die Gunst der Stunde, sein Hobby wiederzubeleben, und entfachte bei seinen Kindern die gleiche Leidenschaft. "Der ganze Wahnsinn ging wieder von vorne los", fügte Hedwig Klein, die das Hobby ihrer Liebsten nicht ganz teilt, lachend hinzu.

Wieder häuften sich in der Werkstatt allerhand Auto- und Ersatzteile an. Im Laufe der Jahre kam man von einem Ford Capri über den Audi 80 zum Golf II. 2005 verdoppelte sich die Anzahl der Crosser, zum VW Golf II GTI gesellte sich ein BMW 325i hinzu. "Natürlich stehen die Wagen nicht zur Zierde in der Garage, sondern werden bei Autocross-Rennen im DRCV eingesetzt", erzählen Dominik, Energieelektroniker und Rafael, Industriemechaniker in Ausbildung.Rennwochenenden sind chaotisch

So ein Rennwochenende ist recht chaotisch, bestätigen alle: Zunächst hat man die Anfahrt hinter sich zu bringen - teilweise bis nach Frankfurt verschlägt es die Rennbegeisterten -, bevor vor Ort die Fahrzeugabnahme, Trainings-, Wertungs- und Endläufe absolviert werden können.

Obwohl die Kleins sich selbst als "Just-for-fun-Fahrer" bezeichnen, sind Erfolge zu verbuchen. Dominik blickt z. B. auf einen 2. Platz in Meppen 2006, Rafael auf einen 2. Platz in Ahlen 2005, zwei 6. Plätze der Jugendklassemeisterschaft '05 und '06 sowie Ramona auf einen 4. Platz in der Jugendklasse 2001 zurück, während Adolf aufgehört hat, zu zählen.

Kollegiale Renn-Atmosphäre

Die Atmosphäre bei den Rennen wird von allen als angenehm und kollegial beschrieben. Helfende Hände, die sich sogar gegenseitig Ersatzteile leihen, wenn im Rennen mal was kaputt gegangen ist, sind überall. Den ein oder anderen Schaden hatten Kleins in ihrer langjährigen Aktivzeit auch zu beklagen: Eine Menge Blech sowie diverse Motoren und Getriebe haben sich in Rauch aufgelöst. "Aber das gehört dazu", versichert Rafael Klein, schließlich sei man im Rennsport und nicht beim Hallenhalma.

Nicht nur der Fuhrpark mit einem beachtlichen Ersatzteilelager wächst, sondern auch das Wissen über Autos. Während die ersten Jahre geprägt waren durch ein "Learning by Papa", schwingen die Söhne inzwischen häufiger den Schraubenschlüssel als er.

Auf jeden Fall ist es ein Hobby, das verbindet und zusammenschweißt; nicht nur die einzelnen Familienmitglieder. MaK

Der nächste Einsatz ist am 2./3. August beim Autocross in Herbern geplant.

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