Einkaufsparadies Stockum

STOCKUM Die Nahversorgung liegt brach in Stockum, aber nicht mehr lange: Mit Investitionen in Höhe von 6 bis 7 Mio. Euro will die Hamburger Procom Invest GmbH auf dem Wenner-Grundstück ein neues Einkaufszentrum bauen.

von Von Hubert Kramer

, 14.09.2007, 18:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Mir fällt ein Stein vom Herzen", kommentierte gestern Bürgermeister Rainer Tappe die bislang unter Verschluss gehaltenen Pläne, "wir sind auf dem besten Wege, das lang ersehnte Nahversorgungszentrum in Stockum zu verwirklichen."

Alle Beteiligten haben dicht gehalten, um das Projekt nicht zu gefährden, und so für eine dicke Überraschung gesorgt, die das Gesicht Stockums - so sieht es SPD-Fraktionschef Karl-Friedrich Ostholt - positiv verändern wird.

Grundstück gekauft

Die "Procom" hat nach Angaben ihres Projektleiters Bruno Wojatschek das rund 24 000 Quadratmeter große Grundstück des Blumenhauses Wenner bereits erworben. Die Wenner-Immobilien werden laut Wojatschek abgerissen. Reichlich Parkplätze, ein Vollsortiment-Kaufhaus mit etwa 1500 Quadratmeter Verkaufsfläche, ein Discounter (800 Quadratmeter) und dazwischen ein 200 Quadratmeter großes Ladenlokal, in dem Wenner sein Blumenhaus weiter betreiben wird, sind die Bestandteile des Vorhabens. "Wir führen derzeit Gespräche mit drei Vollsortiment-Anbietern sowie zwei Discountern und sind zuversichtlich, die Mietverträge bis zum Jahresende unter Dach und Fach zu haben", sagte Wojatschek gegenüber unserer Zeitung.

Im rückwärtigen Teil des Grundstückes zur Graf-von-Westerholt-Straße sollen seinen Worten zufolge etwa 20 Wohnungen in Einfamilien- und Doppelhäusern entstehen. Auch hier sei die Procom in Kontakt mit regionalen Bauträgern.

Ende 2008 fertig?

"Wenn alles gut geht", so Wojatschek, und der Bebauungsplan bis zum Sommer nächsten Jahres die behördlichen Hürden genommen habe, werde das Einkaufszentrum Ende 2008, sonst im Frühjahr 2009 fertiggestellt sein. Das gelte jedoch nicht für die Wohnbebauung.

Den Kontakt zu Procom hat die SPD-Ratsvertreterin Petra Klimek über die berufliche Schiene hergestellt. Sie äußerte sich erfreut darüber, dass mit dem neuen Einkaufszentrum die Vollversorgung in Stockum gesichert sei. "Nur ein Discounter wäre für mich nicht in Frage gekommen", betonte sie.

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