Eröffnung der Radstation am Bahnhof läutet Fahrrad-Saison ein

Radverkehr

Seit Januar ist die Radstation am Bahnhof bereits in Betrieb, nun wurde sie offiziell eröffnet. Damit will die Stadt ein Zeichen für einen umweltfreundlichen Nahverkehr setzen.

Werne

, 30.03.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bürgermeister Lothar Christ ließ es sich nicht nehmen, eines der Fahrräder im neuen Verkaufsraum der Radstation zu testen.

Bürgermeister Lothar Christ ließ es sich nicht nehmen, eines der Fahrräder im neuen Verkaufsraum der Radstation zu testen. © Julian Reimann

Bei strahlendem Sonnenschein kamen viele Gäste und Verantwortliche am Freitag, 29. März, natürlich mit dem Drahtesel zur Eröffnung der Radstation am Werner Bahnhof. Der neue Betreiber, die DasDies Service GmbH der Arbeiterwohlfahrt (Awo), hatte fahrradbegeisterte Bürger unter anderem zu einer Führung durch die umgestalteten Räume eingeladen. Gleichzeitig läuteten sie die diesjährige Radsaison ein.

Vertreter der Awo und der Stadt wiesen bei der offiziellen Begrüßung auf die Wichtigkeit der Station für die Stadt aber vor allem auch für den Nahverkehr hin. „Die Radstation ist vor allem eine Schnittstelle für den umweltfreundlichen Nahverkehr in der Stadt und der Region“, erklärte Wolfram Kuschke, stellvertretender Vorsitzender des Awo Unterbezirks Ruhr-Lippe-Ems. „Vor allem durch die direkte Anbindung an die Bahn werden optimale Bedingungen geschaffen.“

Förderung eines klimafreundlichen Verkehrs

So können Bürger aus Werne, aber auch aus dem Umland ihre Reise mit Fahrrad und Bahn durchführen und so die Schadstoffreduzierung im Verkehr unterstützen. Mit acht solcher Stationen im Kreis Unna könnten so viele Orte erreicht werden. „Eine vergleichbare Situation gibt es sonst nirgendwo im Bundesgebiet“, so Kuschke weiter.

Mit der Eröffnung der Radstation am Werner Bahnhof wurde auch die Fahrradsaison eingeläutet.

Mit der Eröffnung der Radstation am Werner Bahnhof wurde auch die Fahrradsaison eingeläutet. © Julian Reimann

Neben den Umweltaspekten sei die Radstation zudem ein weiterer Arbeitgeber in der Stadt, der vor allem auch Menschen mit Handicap sowie Langzeitarbeitlosen eine Beschäftigungsmöglichkeit bietet. Insgesamt 21 Festangestellte arbeiten zur Zeit in der Station. Zudem bestehe die Möglichkeit, eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich oder als Zweiradmechaniker zu absolvieren, so das Awo-Vorstandsmitglied.

Stadt ist bereit, Radstation notfalls finanziell zu unterstützen

Auch Bürgermeister Lothar Christ wies auf die Aspekte eines umweltfreundlichen Nahverkehrs hin. Zudem hob er die Bedeutung einer Radstation zur Förderung des Fahrrad-Verkehrs im Allgemeinen hervor. „Eine Servicestation für Bürger der Stadt aber auch für Bahnfahrer mit vielen Abstellmöglichkeiten macht Fahrradfahren attraktiver“, ist sich Christ sicher. Zudem würde man unerwünschtes Abstellen im gesamten Bahnhofsbereich vermeiden.

Seit Januar sei der Erfolg der Station auch in Zahlen zu belegen. Gab es im Vorjahr noch 25 „Dauerparker“, sind es im Jahr 2019 bereits 40, die mit einer Jahreskarte ihr Fahrrad in der Station abstellen. Damit die Radstation auch weiter bestehen bleibt, sei die Stadt dazu bereit, wenn nötig bis zu 40.000 Euro im Jahr als Unterstützung zu zahlen, so Christ.

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