Eröffnung des Kolpinghauses Werne verzögert sich

"Stadthotel und Esszimmer"

Die Ära der Wirtin Anke Ernst im Kolpinghaus in Werne geht ihrem Ende entgegen. Der Biergarten hat bereits geschlossen und in gut zwei Wochen steht ein Ausverkauf an. Der Übergang läuft im Moment allerdings nicht ganz reibungslos. Das führt zu Verzögerungen beim Eröffnungstermin.

WERNE

, 07.09.2017, 19:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Hotel-Restaurant Kolpinghaus verwandelt sich ins „Stadthotel und Esszimmer“ – allerdings erst 14 Tage später als ursprünglich geplant, nämlich Mitte November.

Das Hotel-Restaurant Kolpinghaus verwandelt sich ins „Stadthotel und Esszimmer“ – allerdings erst 14 Tage später als ursprünglich geplant, nämlich Mitte November.

„Wir können die Gastronomie erst später öffnen als geplant und haben dafür nun Mitte November vorgesehen“, sagt Christoph Böckenbrink vom Verein Kolpinghaus Werne, dem Gastronomie und Hotel an der Alten Münsterstraße 12 gehören. Der Saal dagegen befindet sich im Eigentum der Stadt. Künftiger Betreiber ist dort die Lüner Gastro-Firma Stolzenhoff.

Die verspätete Eröffnung bringt das Kulturbüro etwas in Bedrängnis. Vier Abendveranstaltungen stehen in diesem Zeitraum an, die dann ohne Gastroangebot laufen.

Ausverkauf von Inventar am 24. September

Noch-Wirtin Anke Ernst (55) hat für Sonntag, 24. September, einen Ausverkauf angekündigt. „Wir bieten im Kolpingsaal von 11 bis 17 Uhr Sachen an, die wir im Laufe der Jahre angeschafft haben“, sagt sie auf Nachfrage. Darunter Gläser und Geschirr, Biergarten-Möbel und Dekosachen, Weihnachtsdeko „und eine Schneefräse“, sagt Ernst. Sie geht von mehr als 1000 Dingen aus.

Ob er nicht einen Teil davon übernehmen wolle, fragten wir den neuen Wirt Horst Nußbaum. „Ich übernehme nichts von der Dame“, antwortet er spitz auf Nachfrage: „Ich habe keinen Kontakt.“ Er bringe alles mit, „von Kleingeräten bis über Einrichtungssachen habe ich alles selbst“.

Kolping dagegen habe sich mit Anke Ernst auf die Übernahme fest eingebauter Dinge geeinigt wie „die Fernseher in den Hotelzimmern oder W-Lan-Netze“, sagt Christoph Böckenbrink.

Plant bisherige Betreiberin etwas Neues?

Horst Nußbaum verweist darauf, dass er am Anfang Anke Ernst nach Inventar und auch Personal gefragt habe, dass er übernehmen könne. „Da hat es immer geheißen: Sie plane etwas Neues, ich bräuchte mich darum nicht zu kümmern.“ Christoph Böckenbrink bestätigt das.

Wir haben nachgefragt. Es gäbe tatsächlich Überlegungen ihrerseits, etwas Neues anzufangen, „aber im Moment ist noch nicht entschieden“, sagt Anke Ernst.

Neuer Name: "Stadthotel und Esszimmer (im Kolpinghaus)"

Horst Nußbaum möchte einen kompletten Neustart hinlegen. So heißt das Kolpinghaus künftig „Stadthotel und Esszimmer (im Kolpinghaus)“. Er gestaltet sowohl das Hotel als auch das Restaurant um. „Noch steht das Farb- und Design-Konzept nicht zu 100 Prozent“, sagt der 51-Jährige. „Aber ich habe mir gemeinsam mit Kolping bei einem Möbelhersteller etwas angeschaut. Wir stehen kurz vor der Entscheidung.“

Entschieden ist dagegen, dass es einen neuen Bierlieferanten gibt. Das Brinkhoff’s fliegt von der Getränkekarte runter, stattdessen soll dort Gerstensaft von Weltenburger geben. Christoph Böckenbrink kennt es: „Das ist die älteste Klosterbrauerei der Welt.“  

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