Erster Steinkohleblock ging vor 25 Jahren in Betrieb

Gersteinwerk

STOCKUM Vor 25 Jahren stand dem Kraftwerksstandort Gersteinwerk in Werne ein Großer Bahnhof bevor. Am 24. Oktober 1984 nahm der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl dort den weltweit ersten Steinkohleblock mit einer Leistung von 750 Megawatt offiziell in Betrieb.

23.10.2009, 13:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Kraftwerk trug sich Helmut Kohl ins Goldene Buch der Stadt Werne ein. Bürgermeister Willi Lülf, Kraftwerksdirektor Theo Göstenkors und Stadtdirektor Heinz Austermann schauen zu.

Im Kraftwerk trug sich Helmut Kohl ins Goldene Buch der Stadt Werne ein. Bürgermeister Willi Lülf, Kraftwerksdirektor Theo Göstenkors und Stadtdirektor Heinz Austermann schauen zu.

Damit war Block K in Werne das erste Kraftwerk dieser Größenordnung, das in einem kombinierten Gas- und Dampfturbinenprozess Strom erzeugte.

Seitdem hat die Anlage insgesamt 108 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert. Die aktuelle Jahresleistung der Anlage liegt bei 4,2 Millionen Megawattstunden. Damit können etwa 1,2 Millionen Haushalte sicher und zuverlässig mit Energie versorgt werden.

"Block K ist ein Marathonläufer der Stromerzeugung", freut sich Kraftwerksleiter Dr. Ralf Heitmüller: "Durch regelmäßige Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen ist der Block technisch in einem hervorragenden Zustand und wird somit auch künftig einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten."Gersteinwerk beschäftigt 850 Mitarbeiter

Neben der Funktion als zuverlässiger Stromlieferant spielt das Kraftwerk auch eine wichtige Rolle für die Wirtschaft in der Region. In der Anlage sind 240 Mitarbeiter beschäftigt und pro Jahr werden fünf Auszubildende eingestellt. Bei den regelmäßigen Revisionen profitieren bis zu 70 Unternehmen - etwa 20 davon direkt aus der Region - von Auftragsvergaben durch RWE Power.

Das schafft Beschäftigung für rund 850 Mitarbeiter bei diesen Unternehmen. Der regelmäßige Instandhaltungsaufwand beträgt rund 15 Millionen Euro pro Jahr. Auch Modernisierungsmaßnahmen geben wichtige Impulse: Aktuell werden für 43 Millionen Euro die Leittechnik erneuert und eine Optimierungsleitung für eine optimale Gasversorgung gebaut.

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