Eurobahn kämpft weiterhin mit Personalproblemen

Erneuter Zugausfall

Fahrgäste der Eurobahn mussten am vergangenen Mittwoch wieder ganz viel Verständnis aufbringen. Der Zug von Dortmund nach Münster kurz nach 22 Uhr fiel aus. Wie so oft hatte sich ein Zugfahrer krankgemeldet. Und auch am Freitagmorgen mussten Züge ausfallen - die Eurobahn kämpft weiterhin mit Personalproblemen.

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, 16.12.2016, 15:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eurobahn

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Mittwochmittag hatte Unternehmenssprecherin Danica Dorawa noch die Hoffnung geäußert, dass die Maßnahme der Eurobahn auf der Strecke Mönchengladbach-Venlo, die Verbindungen auszudünnen, helfe, andere Strecken zu stabilisieren.

Am Abend standen jedoch schon wieder Fahrgäste wie bestellt und nicht abgeholt auf dem Lüner Bahnsteig: Der Zug Richtung Münster um kurz nach 22 Uhr Uhr fiel aus. Der Grund wie so oft: Der Lokführer hatte sich krank gemeldet. Ersatz Fehlanzeige. Auch am Freitag Morgen musste die Eurobahn Zugausfälle melden: auf der Strecke zwischen Münster und Bielefeld.

Das Unternehmen sucht händeringend nach neuen Lokführern. Das hatte Danica Dorawa schon vor zwei Tagen betont und erklärt, dass bereits neues Personal da sei, aber noch eingearbeitet werden müsse. Darüber hinaus biete die Eurobahn ab Januar und ab März eine Ausbildung zum Lokführer an. Die Kosten trage die Eurobahn, die Auszubildenden erhielten eine Vergütung. Die Ausbildung dauert insgesamt neun Monate.

2016 deutlich problematischer als 2015

Genaue Zahlen darüber, wie viele Züge wegen des permanenten Personalmangels bereits in diesem Jahr ausgefallen sind, wollte Dorawa nicht nennen. Nur soviel: 2016 war deutlich problematischer als 2015. Die ersten drei Monate des Jahres seien noch in Ordnung gewesen, im April aber weise die Statistik einen deutlichen Anstieg aus. Der Sommer sei dann „durchwachsen“ gewesen. Anders sah dann die Situation schon wieder im September und Oktober und besonders im November und Dezember aus.

Die Züge der Eurobahn fahren auf der Strecke Mönchengladbach-Venlo normalerweise ebenso wie auf der Strecke Dortmund-Münster einmal in der Stunde. Das Unternehmen hatte sich nach eigenem Bekunden nach längerem Überlegen dazu entschlossen, die Züge nur noch alle zwei Stunden fahren zu lassen, um so möglichst kurzfristige Ausfälle hier und anderswo zu vermeiden.

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