Die Eurobahn schockt ihre Kunden – Große Verwunderung und Erleichterung

mlzRB50-Linie

Eine automatische Durchsage in der Eurobahn zwischen Münster und Dortmund hat nun für eine große Verwunderung gesorgt. Der Zugführer musste die Fahrgäste beruhigen.

Lünen, Werne, Ascheberg

, 12.11.2020, 10:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Oktober 2020 fährt die Eurobahn (RB 50) wieder planmäßig zwischen Münster und Dortmund, mit ihren gewohnten Haltepunkten in Ascheberg, Werne und Lünen. Zuvor war die Strecke seit 2019 gleich zweimal vollgesperrt. Schienenersatzverkehr sorgte dafür, dass die Kunden ihr gewünschtes Ziel erreichen. Grund war, dass auf einer Gesamtlänge von rund fünf Kilometern beidseitig der Gleise Spundwände in den Damm getrieben wurden.

Die zweite Ausbauphase war vom 6. Januar bis zum Ende der Sommerferien im August geplant. Aber erst am 9. Oktober um 18 Uhr hob die Deutsche Bahn die Streckensperrung auf. Die Strecke sei repariert und auf der kompletten Strecke wieder befahrbar, verkündete das Unternehmen.

Die Eurobahn 50 fährt wieder

Die Pendler zwischen Münster und Dortmund müssen sich seitdem keine Alternativen mehr suchen. Keine Busfahrt, kein Umsteigen in Hamm, kein Umsteigen auf das Auto. Das dachten die Gäste zumindest. Aber am Dienstagmorgen (9. November) wurden sie von einer Durchsage geschockt. Zumindest die Kunden, die in den RB 50 gestiegen sind, der um 8.35 Uhr in Münster losgefahren ist.

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„Liebe Kunden, die Strecke zwischen Münster und Dortmund ist ab dem 6. Januar bis August aufgrund von Bauarbeiten gesperrt“, schallte es plötzlich aus den Lautsprechern. Die Gäste schauten sich verwundert an, sie tuschelten und suchten das Gespräch mit ihren Sitznachbarn. Auch wenn alle eine Mund-Nasen-Schutz trugen, war an den Augen zu erkennen, dass die meisten geschockt waren.

Wird die Strecke Münster - Dortmund wieder gesperrt?

Wieder gesperrt? Wieder in den Bus steigen? Wieder den Umweg über Hamm nehmen? All diese Gedanken schossen wohl wieder in den Kopf. Es war auch ein leises „das kann doch wohl nicht wahr sein“ zu hören. Alles beginnt wieder von vorne? Der Lokführer sorgte aber ungefähr 90 Sekunden später für große Erleichterung.

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Wieder eine Durchsage. Diesmal klärte der Lokführer auf, dass sich niemand Sorgen machen müsse. „Die Strecke wird natürlich nicht wieder gesperrt“, sagt er, „das ist ein alte automatische Durchsage gewesen. Ich bitte um Entschuldigung.“ Großer Erleichterung bei allen. Hoffentlich ein Einzelfall. Nicht jeder möchte am frühen Morgen so geschockt werden.

Ja, es soll eine Ausnahme gewesen sein, erklärt auch Nicole Pizzuti, Unternehmenssprecherin von Keolis, dem Eurobahn-Betreiber: „Da hat der Triebwerksführer wohl aus Versehen einen falschen Knopf gedrückt. Das war ein Fehler, der passieren kann. Aber die alte Ansage hätte man aber auch löschen müssen“.

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