Familie Gimmel berichtet über größer werdende Not

Südostasienhilfe

Einen kleinen Reisebericht schickte die Werner Familie von der Projekthilfe "Südostasien" jetzt an unsere Redaktion. Auch in diesem Jahr reisten die Gimmels Anfang des Jahres nach Burma, um den Transfer der Spendengelder persönlich zu überwachen.

WERNE

18.02.2013, 14:37 Uhr / Lesedauer: 1 min

Sie schreiben direkt aus dem großen Kinderheim, in dem 720 Kinder leben. In Burma habe sich viel verändert, leider nicht zum Guten, berichten Gimmels von Busladungen deutscher Touristen. Die Urlauber würden viel fotografieren. Nicht aus Interesse, sondern, um sie zu Hause als exotisches Event vorzeigen zu können. Gimmels haben ein prall gefülltes Tagesprogramm. Sie fotografieren alle Patenkinder, um den Paten hinterher ein Bild mitbringen zu können. Viel Nachwuchs sei im vergangenen Jahr eingeliefert worden, das jüngste Kind sei erst sechs Monate alt. „Die Not ist groß und das Essen knapp“, stellt die Familie eine starke Verteuerung der Lebensmittel fest. Auf das traditionelle Chicken-Curry mussten die Kinder aber nicht verzichten, ein Spender aus Lüdinghausen hatte den Imbiss bezahlt.

Ein Freudenfest feierten die fußballbegeisterten Jungen, schreiben Gimmels von den Fußbällen, Federballspielen und Sporttrikots, die der Fußballverein Grün-Schwarz Cappenberg mitgegeben hat. Auch sprechen sie schon etwas „Berlinerisch“, berichten Gimmels von einer jungen Frau aus Berlin, die zurzeit im Kinderheim aushelfe.Auch in diesem Jahr wird die Familie wieder ein Projekt anstoßen, um Gelder vom Entwicklungshilfeministerium beantragen zu können. Geplant ist ein großes Schulhaus für 250 Kinder. Daher war das Ehepaar bei bei ihrem Aufenthalt unter anderem auch damit beschäftigt, Angebote für die Bauarbeiten hereinzuholen. Bei Rechnungen über 500 Euro müssen jeweils drei Angebote eingeholt werden.  

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