Alleinunfall, kurioser Unfall und abgebrochener Einsatz für die Feuerwehr

Einsätze der Feuerwehr

Zu gleich drei Einsätzen wurde die Freiwillige Feuerwehr in Werne am Freitagabend gerufen. Neben zwei Verkehrsunfällen gab es auch ein Alarm aus Rünthe. Doch der Einsatz wurde abrupt abgebrochen.

Werne

, 05.07.2020, 12:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Fahrzeug des Unfallverursachers wurde an einer Hauswand von einer Treppe gestoppt.

Das Fahrzeug des Unfallverursachers wurde an einer Hauswand von einer Treppe gestoppt. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Innerhalb kurzer Zeit wurde die Freiwillige Feuerwehr Werne am Freitagabend, 3. Juli, zu gleich drei Einsätzen alarmiert. Zunächst rückten die Kameraden zu zwei Verkehrsunfällen in Werne aus.

Um 20.09 Uhr wurde der Löschzug Mitte zunächst in die Lippestraße gerufen. Nach einem Alleinunfall sollten hier auslaufende Medien aufzunehmen sein. Vor Ort stellte sich die Situation in Höhe der Georgs-Marienstraße so dar, dass ein Pkw-Fahrer aus unbekannten Gründen die Kontrolle über seinen VW Caddy verloren hatte.

Auto von Hauswand und Treppenstufen ausgebremst

Mit offensichtlich hoher Geschwindigkeit hatte er einen parkenden Pkw Ford Fiesta gerammt, der rund 50 Meter weiter auf der gegenüberliegenden Straßenseite zum Stehen kam. Obwohl der Verursacher nach seinen Aussagen und nach der Sichtung durch den Rettungsdienst Werne nicht verletzt war, war er sichtlich mitgenommen. Sein Fahrzeug wurde erst von einer Hauswand und Treppenstufen ausgebremst.

Lippestraße: Dort, wo der Unfallverursacher stand, stand zuvor der Ford Fiesta.

Lippestraße: Dort, wo der Unfallverursacher stand, stand zuvor der Ford Fiesta. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Auch der Eigentümer des Ford Fiesta war sichtlich konsterniert, da er das Fahrzeug am selben Tag erst bei einem Werner Händler erworben hatte. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle, sperrte die Lippestraße und streute die auslaufenden Medien ab. Nach rund 45 Minuten konnte die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden.

Kuriose Szenen beim Verkehrsunfall

Um 21.31 Uhr wurden die Kameraden zu einem Unfall an der Kreuzung Lünener Straße/Berliner Straße gerufen. Dort hatte ein Pkw-Fahrer den Wagen einer Dortmunderin gerammt. Nachdem er sich entschuldigt und die Dortmunderin (56) auf den verletzten Arm geküsst hatte, flüchtete der Unfallverursacher.

Tags darauf hatte sich der 28-Jährige bei der Polizei gemeldet. Die Feuerwehr hatte bei dem Unfall den Brandschutz sichergestellt und die auslaufenden Medien aufgenommen. Dieser Einsatz endete nach rund 45 Minuten.

Im Einsatz waren in beiden Fällen vier Fahrzeuge der Feuerwehr mit 16 Einsatzkräften, der Rettungsdienst Werne und die Polizei.

Um 23.17 Uhr erfolgte die Alarmierung der Drehleitergruppe. In Bergkamen-Rünthe hatte ein Heimrauchmelder ausgelöst. Standardmäßig wird die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Werne dazu alarmiert. Nur am Freitagabend war das wenig sinnvoll, da die Lippebrücke gesperrt war und ein Einfahren in den Ortsteil Rünthe nur mit erheblicher Verspätung über die Autobahn hätte erfolgen müssen.

Folgerichtig war die Alarm- und Ausrückeordnung auch geändert worden, so dass der Gelenkmast aus Oberaden eigentlich den Einsatz des Hubrettungsfahrzeugs übernehmen sollte. Kaum ausgerückt fiel das dem Disponenten der Leitstelle auch auf und er brach die Einsatzfahrt der Werner Drehleiter ab. Kaum zehn Minuten später waren die alarmierten Einsatzkräfte wieder im Feierabend.

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