Mit Video: Feuerwehr Werne rettet Schweine aus Güllegrube

Feuerwehreinsatz in Werne-Horst

Auf einem Hof in Werne sind am Donnerstag 20 Schweine in eine Güllegrube geraten. Die Freiwillige Feuerwehr war stundenlang im Einsatz. Alle Tiere konnten aus der misslichen Lage befreit werden.

Werne

, 05.11.2020, 12:26 Uhr
Auf einem Hof in der Straße "Im Hanloh" waren Kameraden der Feuerwehr Werne am Donnerstag stundenlang im Einsatz, um Schweine aus einer misslichen Lage zu befreien.

Auf einem Hof in der Straße „Im Hanloh“ waren Kameraden der Feuerwehr Werne am Donnerstag stundenlang im Einsatz, um Schweine aus einer misslichen Lage zu befreien. © Eva-Maria Spiller

Auf einem Hof in der Straße „Im Hanloh“ in Werne-Horst ist es am Donnerstagvormittag (5. November) zu einem ungewöhnlichem Zwischenfall gekommen. Wie Feuerwehr-Pressesprecher Tobias Tenk auf Nachfrage bestätigt, steckten dort mehrere Schweine in einer Güllegrube fest.

Normalerweise stehen die Tiere im Stall auf Spalten, sodass die Exkremente direkt eine Etage tiefer unter den Schweinen landen, erklärt Tenk. Einige dieser Spalten seien allerdings gebrochen. Der Boden habe plötzlich nachgegeben. Etwa 20 Schweine seien deshalb rund 1,80 Meter tief in die Güllegrube gefallen.

Stundenlanger Einsatz für die Feuerwehr Werne

Die Freiwillige Feuerwehr Werne war stundenlang im Einsatz, um die Tiere zu retten. Um die Schweine aus der misslichen Lage zu befreien, hat der Landwirt die Güllegrube auf 10 bis 20 Zentimetern abgepumpt. „Er hat sehr umsichtig reagiert“, erklärt Pressesprecher Tenk.

Um die Tiere wieder aus der Grube zu bekommen, hatten die Einsatzkräfte Teile der Spalten entfernt und eine Art Rampe gebaut. „Drei Trupps sind unter Atemschutz und mit Wathosen in der Grube, um die Tiere rauszuführen“, erklärt Tenk. Den Tieren gehe es gut, kein Schwein sei verendet. „Die Tiere sind augenscheinlich nicht verletzt und fidel“, schilderte Tenk während des laufenden Einsatzes.

Rettung dauerte mehrere Stunden

Etwa drei Stunden, nachdem die Feuerwehr alarmiert wurde, hatten die Einsatzkräfte zehn Tiere aus der Grube holen können. Etwa eine Stunde darauf waren alle Schweine wieder in ihrem Stall. Laut Tenk konnten die unverletzten Schweine selbst über die Rampe hoch laufen. Mit Hilfe von Stricken wurden die Tiere, die zuvor noch „knöcheltief in den Exkrementen in der Jauchegrube standen“, von den Einsatzkräften gesichert. Oben im Stall wurden sie demnach wieder angebunden, damit sie nicht wieder hinab fallen konnten.

Die Einsatzkräfte - es waren 18 Kameraden und vier Fahrzeuge des Löschzugs Stockum vor Ort - konnten nicht mit technischen Geräten arbeiten, weil sie die Tiere schützen müssen. So habe man eben mit Brettern eine Art Rampe gebaut, über die die Tiere wieder aus der Grube gerettet werden konnten.

18 Einsatzkräfte waren in Werne-Horst vor Ort.

18 Einsatzkräfte mit insgesamt vier Fahrzeugen waren in Werne-Horst vor Ort. © Eva Spiller

Mehrere Landwirte halfen ebenso mit, um die Schweine zu retten. Die Feuerwehr Werne wurde um 10.50 Uhr alarmiert. Um 11.11 Uhr habe man zusätzlich den Rüstwagen aus der Werner Innenstadt angefordert, so Tenk weiter. Dieses Fahrzeug ist für die technische Rettung ausgerüstet und verfügt über eine Seilbinde, die ebenso eingesetzt wurde.

Am Nachmittag konnte Tobias Tenk Entwarnung geben. Alle Schweine waren aus der Güllegrube gerettet. Die Tiere haben den Sturz unbeschadet überstanden. Das habe auch ein Veterinär bestätigt. Gegen 15 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehr beendet. Die Straße „Im Hanloh“ war für die gesamte Dauer der Rettungsarbeiten voll gesperrt.

Ein zur Einsatzstelle gerufener Veterinär vergewisserte sich, dass es den Tieren nach der Rettung gut ging. Nachdem die Ausrüstungsgegenstände wieder gesäubert waren, konnte gegen 15 Uhr der Rettungsleitstelle in Unna das Einsatzende gemeldet werden.

Ein zur Einsatzstelle gerufener Veterinär vergewisserte sich, dass es den Tieren nach der Rettung gut ging. Nachdem die Ausrüstungsgegenstände wieder gesäubert waren, konnte gegen 15 Uhr der Rettungsleitstelle in Unna das Einsatzende gemeldet werden. © Feuerwehr Werne

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