Flora und Fauna haben Vorrang vor Bebauung im Stadion

Artenschutz

Das Freiherr-vom-Stein-Stadion soll Wohngebiet werden. Doch wenn sich dort seltene Tiere oder Pflanzen angesiedelt haben sollten, wird es schwierig.

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von Von Arndt Brede

, 07.04.2011, 12:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Bebauung des Freiherr-vom-Stein-Stadions muss eine weitere planungsrechtliche Hürde nehmen: die Artenschutzprüfung. Die Prüfung also, die ergeben soll, ob bestimmte Tierarten durch Wihnbebauung bedroht sind.

Die Bebauung des Freiherr-vom-Stein-Stadions muss eine weitere planungsrechtliche Hürde nehmen: die Artenschutzprüfung. Die Prüfung also, die ergeben soll, ob bestimmte Tierarten durch Wihnbebauung bedroht sind.

Denn eine neue Vorschrift des NRW-Umweltministeriums schreibt im Vorfeld von Bauvorhaben wie dem im Stadion zwingend eine so genannte Artenschutzprüfung vor. Ziel: Lebensräume vieler seltener Tier- und Pflanzenarten zu sichern und zum Erhalt der biologischen Vielfalt beizutragen. Folge: Die Werner Fachverwaltung muss herausfiltern, ob eine oder mehrere von 188 planungsrelevanten Arten, die es in Nordrhein-Westfalen gibt, von den Bebauungsplänen im Stadion betroffen sein könnte. Ob sich dort also zum Beispiel der Kiebitz angesiedelt hat.Ausgleichslebensräume schaffen

Gegebenenfalls müssen dann Ausgleichslebensräume für die betroffenen Tiere oder Pflanzen geschaffen werden. "Und zwar vorgezogen, also vor Beginn der Baumaßnahme", sagt Ralf Bülte.

Solch eine Artenschutzprüfung sei ein mehrstufiges Verfahren. Das nicht zu vernachlässigen sei: "Artenschutzrecht ist bindendes Recht. Das können wir nicht einfach so beiseite schieben." Bis vor Kurzem hatte es keine einheitlichen Regelungen für Artenschutzprüfungen gegeben. In Zukunft schon. Zurzeit arbeitet die Verwaltung an einem überarbeiteten Planentwurf.

 

 

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