Fotostrecke: Halloween ist Kürbiszeit - Wir erklären, welche Kürbissorte was kann

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Orange, weiß, grün: Kürbisse gibt es in vielen Formen und Farben. Weltweit sind über 800 Sorten anerkannt. Aber nicht alle sind essbar. Wir stellen die wichtigsten vor.

Werne

, 27.10.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Früher gab es in Deutschland nur den roten und den gelben Zentner“, erinnert sich Ludger Hülsmann vom Kürbishof Hülsmann. Auf dem Hof wurde lange Getreide angebaut. Auf den Kürbis gekommen sind Ludger und seine Frau Hildegard (66) vor etwa 18 Jahren durch ihren Sohn.

„Er kam von der Schule und offenbarte uns, dass er eine Halloweenparty feiern wolle. Da wusste ich noch gar nicht, was das ist“, erzählt Hildegard Hülsmann (66). Zu dem Zeitpunkt ahnte noch keiner, dass sie eines Tages preisträchtige Kürbisse anbauen würden: „Er erklärte uns, dass man dafür auf jeden Fall einen Kürbis bräuchte. So kamen wir zu unserem ersten Kürbis. Das wurden dann von Jahr zu Jahr immer mehr.“

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Butternut, Hokkaido, Mikrowellenkürbis: Das steckt hinter den beliebten Kürbis-Sorten

Kürbisse gibt es in vielen Farben und Formen - auch innerlich unterscheiden sie sich. Über 800 Sorten sind anerkannt. Manche sind ungenießbar - andere lassen sich nicht schnitzen. Wir stellen die beliebtesten Sorten vor.
25.10.2019
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Der Spaghettikürbis hat seinen Namen von seinem faserigen, langen Fruchtfleisch. Er kann als Ganzes oder halbiert gekocht, gedämpft oder gebacken werden. Danach lässt sich das Fruchtfleisch in spaghetti-ähnliche Fäden zerzupfen. Er schmeckt eher mild. Ursprünglich kommt der Spaghettikürbis aus Japan. Seit den 70ern gibt es ihn auch in Europa. © Sylva Witzig
Seinen Namen verdankt der Butternut-Kürbis seinem buttrig-zarten Fruchtfleisch. Wegen seiner Form wird er auch Birnenkürbis genannt. In ihm stecken relativ wenig Kerne - die kann man sogar mitessen. Sein Fruchtfleisch schmeckt leicht nussig. Ursprünglich kommt der Butternut aus Südamerika. Bewahrt man ihn bei 10 bis 15 Grad auf, hält er sich recht lange. © Sylva Witzig
Wie der Butternut-Kürbis gehört der Muskatkürbis zur Gruppe der Moschuskürbisse. Seinen Namen verdankt er dem Geruch seines Fruchtfleisches. Die Schale des Muskatkürbisses kann tiefgrün, aber auch bräunlich-orange sein. Einen reifen Kürbis erkennt man so: Wenn man mit dem Fingerknöchel gegen die Schale klopft, sollte man ein hohles Geräusch hören.© Sylva Witzig
Der Atlantic Giant ist der größte Kürbis der Welt. Auch auf Hof Hülsmann werden preisgekrönte Riesenkürbisse gezüchtet. In einem der Giganten stecken etwa 1000 Kerne. "Wir haben mal einen aufgemacht. Dafür brauchte man eine Säge, Das Fruchtfleisch war etwa 10cm dick. Geschmeckt hat er aber leider nicht besonders", berichtet Hildegard Hülsmann. © Sylva Witzig
Der Mikrowellenkürbis macht seinem Namen alle Ehre: Man kann ihn ganz einfach füllen und in der Mikrowelle garen. Reif wiegt er ungefähr 300 Gramm und passt damit perfekt in die Mikrowelle. Aber auch im Ofen kann man den Kürbis garen. Bei 200 Grad dauert das ungefähr 20 Minuten. Im Fachhandel hat der Mikrowellenkürbis die schnöde Bezeichnung SC 415 F1. © Sylva Witzig
Zierkürbisse gibt es in unzähligen Farben und Formen. Sie sind klein und nicht essbar. Sie schmecken sehr bitter und beinhalten Stoffe, die zu Bauchschmerzen und Übelkeit führen. Auch zum Schnitzen eignen sie sich nicht: Die Schale ist zu hart. Frisch sind sie bei Zimmertemperatur bis zu drei Monaten haltbar. Ausgetrocknet können sie mindestens fünf Jahre lang die Wohnung zieren. Beim Trocknen sollte man darauf achten, dass sich die Kürbisse nicht berühren.© picture alliance / dpa
Hokkaidokürbisse sind hierzulande die beliebtesten Speisekürbisse. Sie kommen aus Japan und heißen dort Uchiki kuri. Seit den 90er Jahren gibt es sie auch in Europa. Besonders ist, dass ihre Schale mitgegessen werden kann. Sie sind kleiner als die klassischen Halloweenkürbisse und tieforange. Das Fruchtfleisch ist faserarm. Ob im Ofen, in der Pfanne oder roh - den Hokkaidokürbis kann man vielseitig zubereiten.© Sylva Witzig
Die großen, orangenen Kürbisse, die traditionell zum Schnitzen verwendet werden, heißen tatsächlich Halloweenkürbisse. "Manche Kunden brauchen lange, um sich zu entscheiden. Perfekt rund ist kein Kürbis. Das liegt daran, dass sie ja beim Wachsen auf einer Seite liegen", erzählt Hildegard Hülsmann. Durch den Halloween-Brauch ist ihre Familie überhaupt erst auf den Kürbis gekommen. © Sylva Witzig
Wer keinen Kürbis schnitzen möchte, kann ihn auch einfach bemalen. Familie Hülsmann macht das mit Lack-Eddings. Inspiration für die Bildchen kommt von den Enkelkindern. Deshalb kann man dort auch Kürbisse mit Peppa Wutz und Paw Patrol Motiv kaufen. © Sylva Witzig
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Über 800 Kürbissorten gibt es inzwischen. Auf dem Hof werden einige davon angebaut. „Ich schmecke da keinen großen Unterschied zwischen den Sorten“, gibt Ludger Hülsmann zu. Manche Kunden wollen aber ganz spezielle Kürbisse - die Sorte „Flat White Boer“ ist bereits vergriffen: „Die Sorte kommt aus der Türkei. Offensichtlich schmeckt sie den türkischen Mitmenschen auch besonders gut, denn die haben uns kürzlich auch das letzte Exemplar aus den Händen gerissen.“ Viele beliebte Speiseküsse sind aber noch immer auf Lager.

Fotostrecke: Halloween ist Kürbiszeit - Wir erklären, welche Kürbissorte was kann

Hildegard und Ludger Hülsmann bieten viele verschiedene Kürbisse auf ihrem Hof an. © Sylva Witzig

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