Nach Ostern startete das Solebad Werne mit dem Großreinemachen des 50-Meter-Außenbeckens. Mittlerweile ist das Wasser abgepumpt. Die Vorbereitungen für die Freibadsaison laufen weiter, der Start allerdings wird verschoben. © Jörg Heckenkamp
Solebad in Werne

Freibadsaison im Solebad Werne startet auf jeden Fall später – wenn überhaupt

Die Vorbereitungen auf die Freibadsaison im Solebad in Werne laufen weiter wie geplant. Auch dass bald die Notbremse droht, ändert nichts an den derzeitigen Arbeiten. Allerdings am Saisonstart.

Bald kann die Freibadsaison im Solebad in Werne starten. Zumindest theoretisch. Denn die Vorbereitungen für den Start im Außenbereich des Bades laufen wie geplant. Daran hat auch die Tatsache, dass die Bundes-Notbremse bald in Kraft treten soll, nichts geändert.

Nach Ostern haben die Mitarbeiter des Solebads damit begonnen, das Wasser aus dem Sportbecken zu lassen. Mittlerweile ist das Becken trocken gelegt. Derzeit finden neben Reinigungsarbeiten auch kleinere Reparaturen statt, wie Jürgen Thöne erklärt. „Das sind typische Arbeiten. Zum Beispiel müssen Dehnungsfugen ausgetauscht werden“, sagt der Badleiter. Ab Sonntag (18. April) soll das Becken dann wieder mit Wasser gefüllt werden.

Solebad in Werne bald wieder im Stand-by-Modus

Nachdem es nach etwa drei bis vier Tagen wieder gefüllt ist, geht es in die Wasser-Umwälzung. Danach würde man eigentlich mit dem Heizen beginnen. Damit aber, so Badleiter Thöne weiter, werde man ganz bewusst erst starten, wenn man grünes Licht für einen Freibadbetrieb bekommen hat. Wenn die Heizung läuft, ist das schließlich mit höheren Kosten verbunden. Und heute kann keiner verlässlich sagen, wann die Coronaschutzverordnung so angepasst wird, dass auch wieder ein Betrieb von Schwimm- oder Freizeitbädern – zumindest in Teilen im Außenbereich – möglich ist.

Solange in dieser Frage keine Klarheit herrscht, werde man den Betrieb wieder auf den Stand-by-Modus stellen, erklärt Thöne. Energetisch und personell werde man das Solebad nach den vorbereitenden Arbeiten im Freibad wieder auf ein Minimum hinunterfahren, um fixe Kosten zu sparen. Einige Mitarbeiter werden laut Thöne zurück in Kurzarbeit geschickt.

„Harter Lockdown würde uns betreffen“

Der Badleiter schätzt die Chancen auf eine Öffnung bei härteren Einschränkungen während der Notbremse realistisch ein: „Ein harter Lockdown würde uns betreffen. Wir dürften das Solebad wohl nicht öffnen. Wir könnten zwar einen relativ sicheren Badebetrieb gewährleisten. Aber die strategische Entscheidung liegt woanders.“

Wenn wieder Lockerungen möglich sind, könne man schnell einen Freibadbetrieb mit gewissen Regeln wie im vergangenen Jahr ermöglichen. Ab dem 8. Mai könnte man das Becken betriebsbereit haben, so Thöne. Zunächst wurde ein Start für den 1. Mai angepeilt. Aufgrund der jüngsten Entwicklung rund um die Bundes-Notbremse hat man gewiss mehr Zeit für den Start in die Freibadsaison.

„Ein harter Lockdown wäre äußerst ärgerlich, weil wir bereits seit sechs Monaten geschlossen haben. Das ist eine große Belastung für alle Mitarbeiter. Aber es sieht so aus, dass wir das Tal der Tränen weiter durchschreiten müssen“, sagt Jürgen Thöne.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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