Eine besondere Atmosphäre, wie hier bei Straßenkunst im August, bietet die Freilichtbühne in Werne. Ob hier im Dezember Aufführungen stattfinden können, wird sich in dieser Woche entscheiden. © Stadtmarketing Werne (A)
Veranstaltungen in Corona-Krise

Freilichtbühne in Werne bangt um Theaterstücke im Dezember und stellt Plan C vor

In dieser Woche wird entschieden, ob der Lockdown verlängert wird. Auch die Verantwortlichen der Freilichtbühne überlegen, wie sie mit den geplanten drei Inszenierungen im Dezember umgehen.

Bund und Länder beraten am Mittwoch (25. November) darüber, ob es weitere Einschränkungen in Deutschland geben wird aufgrund der Infektionszahlen in der Corona-Pandemie. Auch die Verantwortlichen der Freilichtbühne schauen genau hin auf die Entscheidungen, die in Berlin getroffen werden. Denn sie planen für Mitte Dezember drei Vorstellungen des Stücks „Und dann gab‘s keines mehr“.

Doch ob die zehn Schauspieler den Krimi von Agatha Christie wirklich auf die Freilichtbühne bringen können, ist derzeit noch fraglich. Wird der Lockdown bis in den Dezember verlängert, müssen die Verantwortlichen wieder umplanen.

Verantwortliche der Freilichtbühne haben Plan C in der Tasche

Schon die ersten geplanten Veranstaltungen Mitte November mussten abgesagt werden. Nun werden sie um einen Monat verschoben. „Wir haben im Prinzip aber schon einen Plan C“, erzählt Maximilian Falkenberg, Pressesprecher der Freilichtbühne. Denn wenn der Lockdown verlängert wird, dürfen sie auch an den geplanten Alternativterminen, am 11., 12. und 15. Dezember keine Stücke in der Freilichtbühne zeigen.

Könnte man die Inszenierung nicht stattdessen virtuell anbieten? Theoretisch ist das möglich. Dennoch haben sich die Verantwortlichen bisher dagegen ausgesprochen. „Es soll in der Freilichtbühne stattfinden. Denn nur da gibt es die besondere Atmosphäre mit den Lichteffekten, die wir für das Stück brauchen. Und virtuell gibt es Grenzen“, sagt Falkenberg.

Für die Proben zum Stück „Und dann gab‘s keines mehr“ funktioniert die virtuelle Welt aber sehr gut. Weil sich die zehn beteiligten Schauspieler während des Lockdowns nicht treffen dürfen, proben sie zweimal wöchentlich digital von zuhause aus. Dazu nutzen sie das PC-Spiel Minecraft.

Reale und virtuelle Welt: Die Mitglieder der Freilichtbühne Werne üben zurzeit über das PC-Spiel Minecraft für ihre Inszenierung des Stücks „Und dann gab's keines mehr“.
Reale und virtuelle Welt: Die Mitglieder der Freilichtbühne Werne üben zurzeit über das PC-Spiel Minecraft für ihre Inszenierung des Stücks „Und dann gab’s keines mehr“. © Freilichtbühne Werne © Freilichtbühne Werne

Damit kann man die Bühne visuell aufbauen und so jede Regieanweisung mit den Figuren, die den Schauspielern optisch wirklich ähneln, durchgehen. So sehen die Beteiligten im Computer-Spiel, wie und wann sie sich auf der Bühne bewegen müssen.

In der Vergangenheit haben die ehrenamtlichen Mitglieder der Freilichtbühne bereits virtuell ihren Zuschauern eine Online-Märchenstunde angeboten. Im Mai hatten sie mehrere Geschichten von „Max und Moritz“ als Livestream inszeniert. Kurz darauf zeigten sie ältere Stücke (Die Schatzinsel von 2019 und Peter Pan von 2017) im Video auf Youtube und Facebook.

Für das nun aktuelle Stück „Und dann gab‘s keines mehr“ allerdings soll es – Stand jetzt – keine virtuelle Aufführung geben, „Wir sind positiv und optimistisch, dass es im Dezember in irgendeiner Form klappt. Und wenn nicht, dann müssen wir die Termine noch einmal verschieben – dann eben in den Januar hinein“, sagt Maximilian Falkenberg.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
Zur Autorenseite
Andrea Wellerdiek

Ahaus, Heek und Legden am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt