Gersteinwerk: RWE will Block K 2017 stilllegen

"Wie ein Hammerschlag"

Wie eine Bombe schlug bei der Belegschaft am Dienstag die Nachricht aus Essen ein. RWE will den wichtigen Steinkohleblock K des Gersteinwerkes Anfang 2017 stillegen. Damit steht die Zukunft der gesamten, rund 100 Jahre alten Stromfabrik an der Lippe auf dem Spiel.

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, 12.08.2014, 16:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
RWE will den Steinkohleblock K des Gersteinwerks schließen.

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Den Löwenanteil würde das Gersteinwerk mit 610 MW beisteuern. Bauguitte: „Sollten sich die Marktbedingungen nicht ändern, müssen wir den Block K im ersten Quartal 2017 schließen.“ Es sein ein Schlag ins Gesicht für alle Beschäftigten, so der Betriebsrat. Denn die Gersteinwerker hätten sich in der Vergangenheit so flexibel wie möglich gezeigt, um Kostenentlastungen zu ermöglichen. „Und jetzt das“, sagt Cramer.

Die weitaus meisten Arbeitsplätze hängen an dem Steinkohle-Block, „das ist unser Prestige-Objekt, wenn das nicht mehr ist, sieht es düster aus“. Zwar verfüge die Stockumer Großanlage noch über etliche Erdgasblöcke. Die dienen aber heutzutage nur als Reserve zur Abdeckung von Spitzenlasten. Außerdem: Sie sind längst nicht so personalintensiv wie der Steinkohleblock. „Im Grunde“, sagt Betriebsrat Cramer überspitzt, „brauchen Sie für Gasblöcke nur einen Mann, der auf den Knopf drückt“. Und der müsse theoretisch nicht einmal vor Ort in Stockum sein.

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Der Schrumpfungsprozess der rund 100 Jahre alten Stromfabrik an der Lippe kündigt sich schon seit Jahren an. Noch vor fünf Jahren arbeiteten dort 240 Mitarbeiter, jetzt sind es gerade noch 150.

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