Geschenke an Heiligabend? Das könnt Ihr schön vergessen – fragt mal nach beim Nikolaus!

mlzVideokolumne Heidewitzka

Nikolaus, Christkind oder sogar beide? Wer bringt denn nun die Geschenke? In unserer Videokolumne Heidewitzka kommen wir dem Mann mit Rauschebart auf die Spur - inklusive einer kleinen Überraschung.

Werne

, 06.12.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Na, wart Ihr auch alle schön brav? Für viele Kinder ist das zur Adventszeit die alles entscheidende Frage. Kein Wunder. Steht ja schließlich auch einiges auf dem Spiel. Zumal Nikolaus und Christkind ihre Pappenheimer in der Regel bestens kennen. Und wer nicht artig war, geht in Sachen Geschenke leer aus - so lautet zumindest die allgemeine „Drohung“, die genervte Eltern gerne mal an ihre Sprösslinge richten, sobald es ihnen zu bunt wird. Normalerweise kann der Nachwuchs trotzdem beruhigt sein. Denn meist bleibt es bei einer Drohung. Ohne Konsequenzen. Noch mal Glück gehabt.

Das Risiko, am Ende mit leeren Händen dazustehen, war für die Kleinen wahrscheinlich sogar noch nie so gering wie heutzutage. Und das liegt auch daran, dass sich die Chancen auf Geschenke verbessert haben. Verdoppelt, um genau zu sein. Denn Präsente an Heiligabend - das gab es früher schlichtweg nicht.

Video
Heidewitzka Folge 22 - Der Heilige Nikolaus

Die Last der Geschenke lag lange ausschließlich auf dem guten Mann mit Rauschebart. Besser bekannt als Nikolaus. Heute gibt es haufenweise Duplikate von ihm - angefangen bei der Schokoladenvariante im Supermarktregal bis hin zu den dutzenden lebensechten Exemplaren, die beim internationalen Nikolaustreffen im Allgäu zusammenkommen.

Der „echte“ Nikolaus, seines Zeichens Heiliger mit dem Gedenktag am 6. Dezember, hätte über seine Doppelgänger wohl nur müde gelächelt. Denn während deren Aufgaben eher saisonal begrenzt sind, dürfte Nikolaus von Myra zur Zeit seines Wirkens Anfang des 4. Jahrhunderts jede Menge zu tun gehabt haben. Und das gefühlt 24 Stunden am Tag.

Muttermilch streng rationiert

Zumindest kann man zu dieser Annahme gelangen, wenn man sich einmal anschaut, welche Legenden sich um den Heiligen ranken. So soll der Mann, der sich rührend um bedürftige Kinder gekümmert hat, beispielsweise drei verstorbene Knaben wieder zum Leben erweckt haben. Ist nun mal kein Problem für jemanden wie Nikolaus, der angeblich selbst schon als Säugling so fromm gewesen sein soll, dass er seine Muttermilch-Rationen auf ein Minimum beschränkte.

Und natürlich rettete der Heilige auch Kinder, die an Seeräuber verkauft werden sollten, vor der Sklaverei. Wen kann es da noch ernsthaft überraschen, dass dieser Mann als Schutzpatron des Nachwuchses gilt? Und wen wundert es da noch, dass der gute Nikolaus eben diesem Nachwuchs in schöner Regelmäßigkeit am 6. Dezember Geschenke beschert?

Manchmal fragt er bei seiner Visite ja sogar höchstpersönlich nach dem Rechten, schaut in sein Buch mit den guten und schlechten Taten - und entscheidet dann im Einzelfall über das Ausmaß der Güte. Und dann stellt er womöglich auch die alles entscheidende Frage: Wart Ihr auch alle schön brav?

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