Gesetz zu Passfotos: Bei Händler Willi Kraak macht sich Erleichterung breit

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Ein Gesetzesvorhaben ließ bundesweit die Inhaber von Fotostudios unruhig schlafen. Ihnen sollte das lukrative Geschäft mit Passbildern genommen werden. Nun sieht die Welt wieder rosiger aus.

Werne

, 22.01.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Ich bin sehr erleichtert“, sagt Fotograf und Händler Willi Kraak auf Anfrage der Redaktion. Der 52-Jährige sorgte sich um seine Existenz, wäre das Gesetzesvorhaben Realität geworden. Wie verschiedene Medien berichten, liegen diese Überlegungen aber nun auf Eis.

Was war Anlass für die Sorgenfalten auf Fotografen-Stirnen? Das Bundesinnenministerium wollte ein Gesetz vorlegen, das zu gravierenden Änderungen bei der Anfertigung von Passbildern geführt hätte. Aus Sicherheitsgründen sollten solche Bilder nur noch an speziellen Automaten und unter Aufsicht in den Rathäusern entstehen. Das hätte Tausende Fotografen um eine lukrative Einnahmequelle gebracht.

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Andererseits hätte dieses Gesetz auch für deutlich mehr personellen Aufwand in den Stadtverwaltungen gesorgt. Zwar würde ein Automatenfoto wohl nur ein paar Minuten dauern. Aber trotzdem muss dafür ein Mitarbeiter abgestellt sein. Die paar Minuten summieren sich zu Stunden und ganzen Arbeitstagen.

Willi Kraak: „Ich habe gehört, dass auch viele Kommunen gegen die Pläne Sturm gelaufen sind, weil große Städte alleine für die Kontrolle bei der Aufnahme mehrere Mitarbeiter hätten einstellen müssen.“ Wie eine verstärkte Sicherheit bei Passbildern künftig erreicht werden kann, wisse er nicht. Vorerst bleibe alles beim Alten.

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