Gesicherte Fenster machen Einbrechern das Leben schwer

Sicherheit in Werne

Noch vor einem Vierteljahrhundert spielten Sicherheitsbelange beim Fenster-Kauf keine Rolle. "Da war allenfalls die Qualität der Isolierverglasung gefragt", sagt Martin Walter. Heute haben sich Fenster zu technisch hoch entwickelten Einbruchs-Hemmern entwickelt.

WERNE

von Von Jörg Heckenkamp

, 01.03.2011, 16:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Experte zeigt das Schnittmodell eines modernen Fensters mit Rahmen und Flügel in Dreifach-Verglasung.

Der Experte zeigt das Schnittmodell eines modernen Fensters mit Rahmen und Flügel in Dreifach-Verglasung.

Pilzkopfverriegelungen, Fensterkrallen, Aushebelsicherungen, Druckknopf-Garnituren - das einst simple Bauteil Fenster gleicht heute einer Hochsicherheits-Einrichtung. Martin Walter von der Traditionsfirma Küchen-Türen Walter weiß auch, warum: "Einbrecher versuchen es selten an der Haustür. Sondern an der Nebentür oder eben an den Fenstern."

Die seien mit jedem größeren Schraubenzieher schnell geknackt. Falls sie nicht über moderne Aushebel-Sicherungen verfügen. Seit etwa zehn Jahren machen die so genannte Pilzkopf-Verriegelungen den bösen Buben das Leben schwerer. Ein Sicherheitsplus, das pro Fensterflügel etwa mit 30 Euro Mehrpreis zu Buche schlägt. Martin Walter: "Aber das bringt wirklich was. Es lässt sich auch nachrüsten."Einbrecher bevorzugen schlecht einsehbare Fenster

Der 50-jährige Walter kennt viele Einbruchsorte aus eigener Anschauung. "Wir sind ja nachher oft für die Reparatur vor Ort." Seine Erfahrung: Einbrecher wollen schnell sein und wenig Krach machen. Eine gute Fenster- oder Türsicherung sorge aber dafür, dass sich der Aufbruch verzögert. "Außerdem macht es mehr Krach, wenn ich mehrmals ansetzen muss." Zwar könnten die Einbrecher immer noch einfach das Glas einschlagen. Aber vor diesem Radau, der schnell die Nachbarn aufschrecke, scheuen die Täter meist zurück.

Ebenso davor, an den meist gut einsehbaren und gesicherten Haustüren einzudringen. "Sicherheitstechnisch", rät Experte Walter, "würde ich mein Augenmerk auf die Nebentüren und die ebenerdigen hinteren bzw. schlecht einsehbaren Fenster legen." Dort lohne sich ein Mehraufwand für die Pilzkopf-Verriegelung als Einbruchsschutz allemal sowie die Anschaffung besserer Türen. Die fangen bei etwa 1500 bis 2000 Euro an. Für eine Eingangstür mit hohem Sicherheitsstandard, z. B. einer Zehnfach-Verriegelung, muss der Kunde mit 2500 bis 3000 Euro oder mehr rechnen.

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