Glasfaserausbau in Horst: Erste Tiefbauarbeiten beginnen früher als gedacht

Schnelles Internet

Horst bekommt schnelles Internet – und das wohl schneller als gedacht. Denn die ersten Tiefbauarbeiten beginnen am Montag, 25. Februar – und damit einige Monate früher als zunächst geplant.

Werne

, 21.02.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Glasfaserausbau in Horst: Erste Tiefbauarbeiten beginnen früher als gedacht

Horst bekommt schnelles Internet. Bis das Glasfaserkabel verlegt ist, brauchen die Anwohner noch etwas Geduld. Dennoch wird der Anschluss an das schnelle Datennetz schneller gehen als gedacht. © Karim Laouari (A)

Die Arbeiten für eine schnelle Internetverbindung in der Ortschaft Horst beginnen. Hier rollen die ersten Bagger am Montag, 25. Februar – und damit rund drei Monate früher als gedacht. Denn ursprünglich sollten die Tiefbauarbeiten Ende April nach einer möglichen Frostperiode beginnen, wie Initiator Artur Reichert auf Anfrage der Redaktion erklärt.

Nun geht es doch schon früher los. Der Hintergrund ist leicht erklärt: Der zuständige Bauunternehmer R + R Heming aus Stadtlohn hat nun Kapazitäten für diese Arbeiten frei. Laut Reichert dauern die ersten Arbeiten rund drei Monate.

Nachdem die Rohre verlegt sind, werden die Glasfaserkabel eingeblasen. Dann erfolgt der Anschluss in den Haushalten. Initiator Reichert rechnet damit, dass die Horster ab Sommer mit schnellem Internet ausgestattet sind.

Marke von 70 Prozent erreicht

Insgesamt machen 148 Haushalte mit. Damit ist die Bedingung, mindestens 70 Prozent der insgesamt 185 Haushalte in der Ortschaft an das schnelle Netz anzuschließen, erreicht. „Ich bin stolz darauf, dass wir das geschafft haben. Das war sehr ambitioniert und sportlich“, sagt Artur Reichert.

Denn die zweite Voraussetzung brachte den einen oder anderen Teilnehmer zum Grübeln: Für jeweils 99 Euro Anschlussgebühren verpflichten sie sich mit einem Zwei-Jahres-Vertrag beim Anbieter Muenet. Während etwa die Hälfte gleich den Vertrag für schnelles Internet bei dem Provider unterschrieben hatte, haben sich andere Horster dagegen entschieden.

Überraschende Absagen

„Einige ältere Bürger nutzen gar kein Internet. Aber erstaunlicherweise machen auch einige Besitzer von Mehrfamilienhäusern nicht mit. Dafür habe ich ehrlich gesagt wenig Verständnis“, sagt Reichert. Wer sich im Nachhinein doch noch für die Anbindung an das neue Glasfasernetz entscheidet, wird wohl deutlich mehr zahlen müssen. Etwa 2000 Euro kostet laut Reichert der alleinige Anschluss.

Die Firma Muenet hatte bereits in den Außenbezirken Ehringhausen, Varnhövel und Nierstenholz für die Verlegung von Glasfaserkabel gesorgt. Dort hatten die Anwohner selbst Gräben gezogen und die Rohre verlegt. In dem stärker besiedelten Horst hingegen müssen von dem Bauunternehmen weniger große Erdarbeiten erledigt werden.

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In der Bauernschaft Holthausen halfen im vergangenen Jahr viele Anwohner mit, um den Glasfaserausbau voran zu treiben. © Karolin Mersch (A)

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