Obwohl der Stamm der mächtigen Trauerweide im Juni 2020 abgebrochen ist, präsentiert sie sich ein Jahr später in sattem Grün. © Jörg Heckenkamp
Im Stadtpark Werne

Grünes Wunder im Stadtsee Werne: Umgestürzte Trauerweide hält sich zäh

Wer rund um den Stadtsee in Werne spaziert, lässt gerne den Blick auf die kleine Insel schweifen. Und wer die Vorgeschichte nicht kennt, könnte denken, dass alles ganz normal ist. Ist es aber nicht.

Der Stadtsee im Stadtpark Werne ist ein beliebtes Ausflugsziel. Besonders am Wochenende schlendern viele Besucher über die See-Runde. Dabei lassen sie ihre Blicke zumeist über die kleine Insel inmitten des Sees schweifen. Auf den ersten Blick scheint auf der dicht begrünten Mini-Insel alles normal zu sein. Doch hier spielt sich gerade ein kleines, grünes Wunder ab.

Denn vor gut einem Jahr brach die große Trauerweide auf der Insel mit einem lauten Knall ab und stürzte in den Stadtsee. Der damals 82-jährige Wilhelm Bußkamp hatte den Umsturz der Weide, die vielen Wernern seit Kindheit ein Begriff ist, miterlebt. Er saß auf einer Bank, als er plötzlich einen „lauten Knall hörte“. Der Grund für den Baum-Fall? Völlig unklar. „Es war fast windstill. Die alte Trauerweide ist einfach umgekippt“, sagt der Augenzeuge.

Danach wurde spekuliert, ob man das halb in den See gestürzte Gewächs entfernen sollte oder nicht. Der damalige städtische Grünbeauftragte wollte die aufwendige Bergung der vermutlich um die 90 Jahre alten Trauerweide nicht veranlassen. Man könne sie einfach im See liegen lassen. Die ins Wasser reichenden Äste könnten ein Versteck für Fische sein.

Eine gute Entscheidung. Denn die Weide ist zäh und schlug im Frühjahr, trotz Stammbruch, wieder aus. Jetzt erfreuen sich die Spaziergänger an dem satten Grün des gestürzten Riesen.

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Jörg Heckenkamp

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