Gymnasiasten berichten von Riesenspinnen und geschlachteten Hühnern

Videokonferenz mit China

WERNE Seit knapp zwei Wochen ist China für vier Schüler des St. Christophorus-Gymnasiums das neue Zuhause. Dort erleben sie Spannendes, Aufregendes und auch Ekliges, wie sie in einer Videokonferenz berichteten.

von Von Irene Steiner

, 07.10.2009, 16:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Bild ruckelt, steht, läuft wieder an: Doch dann funktioniert's, Ni Hao China: Jonas Lange, Anna Röwenkamp, Ann-Sophie Schulz und Niklas Möller, die seit anderthalb Wochen im Rahmen des Projekts Welt:Klasse in einem chinesischen Dorf nahe Guilin leben, lächeln per Videokonferenz ihre Mitschüler an.

Und sie haben reichlich zu erzählen. Zum Beispiel von fremden Sitten: "Direkt neben uns wurde ein Huhn geschlachtet und die Innereien, die haben Frauen im Fluss ausgewaschen", erzählt Anne-Sophie. Anna schildert die sehr sparsame Badezimmer-Ausstattung: "Die Toilette ist ein Loch im Boden, und darüber ist der Duschkopf. Das ist also alles in einem." Keine Ampeln, keine Schilder

Randvoll mit Eindrücken aus einer völlig fremden Welt sind die Vier, erzählen von Motorrädern, die per Metallgestell zu einem mehrsitzigen Fahrzeug umkonstruiert sind, von Autos, die ihren Motor außen haben und von dem "gewöhnungsbedürftigen" Fahrstil der Chinesen. "Keine sichtbaren Regeln, keine Ampeln, keine Verkehrsschilder und als Fahrzeug ist alles erlaubt", erzählt Niklas. Aber die Leute seien supernett und sehr interessiert. "Und die vielen kleinen Kinder sind süß: Überall, wo wir langgehen hören wir ein piepsiges Hallo." Und sie erzählen davon, dass sie eine Woche lang an einem Müllprojekt arbeiten und für die letzten zwei Wochen in eine andere Stadt ziehen.

Doch auch die Daheimgebliebenen hatten jede Menge Fragen. Charlotte zum Beispiel, die kleine Schwester von Niklas, wollte wissen, warum es viele kleine und kaum große Hunde auf der Straße gibt, wie die vier Chinareisenden erzählt hatten. "Vielleicht leben die einfach nicht so lange", spekulierte Anna. Oder eine Mitschülerin wollte wissen, was die Vier in der Freizeit machen: "Lesen, sonnen und im Supermarkt einkaufen", erzählte Anna.

Doch es gab auch die Frage nach dem "schrecklichsten" Erlebnis: Anna muss nicht lange überlegen: Das war eindeutig die Riesenspinne, die ihnen in Jonas' und Niklas' Zimmer begegnete. Handtellergroß, dicht behaart und: "Ich glaube, die hatte sogar einen Panzer!"

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