Heimatverein Werne will sich verstärkt mit Zukunft und Ahnenforschung befassen

mlzMitgliederversammlung

Im Stadtmuseum versammelten sich Donnerstag, 7. Februar 2019, rund 45 Mitglieder des Heimatvereins Werne. Sie ließen das vergangene Jahr Revue passieren und nahmen sich viel Neues vor.

von Laura Schulz-Gahmen

Werne

, 09.02.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fast schien es wie eine lang erwartete Premieren-Aufführung, denn bereits vor Beginn der Mitgliederversammlung des Heimatvereins Werne um 18 Uhr war die Westfälische Stube des Stadtmuseums gut besucht.

Wilhelm Lülf (81), Vorsitzender des Heimatvereins, läutete zeitgleich mit den Kirchenglocken zum Auftakt der Veranstaltung. Mit einer gesunden Portion Humor begrüßte der Altbürgermeister der Stadt Werne die Anwesenden.

Josef Funhoff stellt zwei neue Arbeitskreise vor

Joseph Funhoff, Vize-Vorsitzender des Vereins, stellte im Laufe des Abends zwei Neuerungen vor. Der Heimatverein plane die Einrichtung von zwei Arbeitskreisen. Der Erste solle sich mit dem Thema „Zukunft“ befassen. Der Zweite soll sich in Zusammenarbeit mit dem Bistum Münster der Ahnen- und Familienforschung widmen. Details gab Funhoff noch nicht bekannt.

Zu Beginn der Versammlung gedachte man den 15 im Jahr 2018 verstorbenen Mitgliedern. Da 2018 nur 13 neue hinzukamen, ging die Zahl der Mitglieder im vergangenen Jahr zum ersten Mal überhaupt zurück: von 323 in 2017 auf nun 321.

(v.l.) Beisitzerin Dr. Constanze Döhrer, Beisitzer Benno Jäger, Beisitzerin Aenne Fleischer, Vorsitzender Wilhelm Lülf, Schriftführerin Ursula Funhoff, Kassenführerin Maria Hein, stellvertretender Vorsitzender Joseph Funhoff. Es fehlen die zweite stellvertretende Vorsitzende Heidelore Fertig-Möller und Beisitzer Markus Klenner.

(v.l.) Beisitzerin Dr. Constanze Döhrer, Beisitzer Benno Jäger, Beisitzerin Aenne Fleischer, Vorsitzender Wilhelm Lülf, Schriftführerin Ursula Funhoff, Kassenführerin Maria Hein, stellvertretender Vorsitzender Joseph Funhoff. Es fehlen die zweite stellvertretende Vorsitzende Heidelore Fertig-Möller und Beisitzer Markus Klenner. © Laura Schulz-Gahmen

Dann ging Lülf alle Veranstaltungen des vergangenen Jahres durch und erzählte von Erfolgen und Misserfolgen. Die Fahrradtouren des Heimatvereins waren überaus beliebt. Durchschnittlich 30 Mitglieder fuhren jedes Mal mit.

Weniger erfolgreich war dagegen das Vorhaben, den Zusatz „an der Lippe“ auf plattdeutsch auf die Ortsein- und Ausgangsschilder schreiben zu lassen. Das sei bei der Bevölkerung nicht gut angekommen, sagt Lülf.

Adrian Kersting stellte Innenstadt-Bauprojekte vor

Als „Special-Guest“ war Adrian Kersting eingeladen. Er ist der neue Leiter des Betriebszweiges Straßen und Verkehr der Stadt Werne. Wilhelm Lülf begrüßte ihn als „Sohn unserer Stadt“. Mit Straßenverkehrstechnischen Neuerungen wie dem geplanten Kreisverkehr am Becklohhof und der Umgestaltung der Innenstadt wie momentan am Moormannplatz, soll „der Neue“ Werne ein neues Gesicht geben.

Weitere Baumaßnahmen sind ab Herbst in der Bohnenstraße geplant. Später sollen die Südmauer und die Burgstraße folgen. Zum Abschluss bedankte sich der Vorsitzende des Heimatvereins bei allen Gästen. Doch auch nachdem die Kirchenglocken gegen 20 Uhr läuteten, blieb das Haus voll.

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