Werner SPD fordert neuen Fußgängerüberweg an Horster Straße

An alter Wiehagenschule

Nachdem Eltern sich besorgt um die Sicherheit ihrer Kinder an der Horster Straße gezeigt haben, fordert die SPD die Stadt zum Handeln auf. Sie müsse „den Belangen der Verkehrssicherheit Rechnung tragen“.

Werne

, 11.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Am alten Standort der Wiehagenschule an der Horster Straße gab es einst eine Ampel samt 30er-Zone. Inzwischen ist beides Geschichte.

Am alten Standort der Wiehagenschule an der Horster Straße gab es einst eine Ampel samt 30er-Zone. Inzwischen ist beides Geschichte. © Felix Püschner

Mit dem Umzug der Wiehagenschule von der Horster zur Stockumer Straße hat sich auch die bis dato geltende Verkehrsregelung vom alten Schulstandort verabschiedet. Heißt konkret: Die Ampel ist weg, genauso wie die 30er-Zone. Letztere wurde bekanntlich auf Höhe des Holtkamps verlegt - und um einen Zebrastreifen ergänzt.

Eine „Einladung zum Rasen“ nannte das Anke Kauke (37), im Gespräch mit unserer Redaktion in der vergangenen Woche. Brisant sei die Situation vor allem, weil viele Menschen - vor allem auch viele Kinder - nach wie vor die Sporthalle am ehemaligen Schulstandort nutzten. Und die nehmen laut der Mutter eher selten bis gar nicht den Umweg über den Holtkamp, um zur Halle zu gelangen.

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Die Werner SPD stößt nun ins gleiche Horn wie Kauke. In einem Antrag für die nächste Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung, Umwelt und Verkehr am 31. März wollen die Sozialdemokraten die Verwaltung damit beauftragen, „sich im Namen der Stadt Werne beim Kreis Unna für die Errichtung eines Fußgängerüberwegs an der Horster Straße einzusetzen. Dieser möge an der Stelle eingerichtet werden, an welcher sich bis zu ihrem Rückbau eine Fußgängerampel befand.“

Mehr Fußgängerverkehr durch geplantes Wohngebiet

Die Stadt hatte in der vergangenen Woche auf Anfrage unserer Redaktion erklärt, der für die Horster Straße zuständige Kreis Unna habe nach der Schließung der Wiehagenschule keine Notwendigkeit mehr für eine Querungshilfe gesehen. Schon gar nicht für eine Ampel - die im Unterhalt alles andere als günstig sei. Bei der Verlegung der Querungshilfe habe zudem der veränderte Schulweg der Kinder zum neuen Standort der Wiehagenschule eine Rolle gespielt.

Die Werner SPD argumentiert nun in ihrem Antrag einerseits damit, dass die Entfernung zwischen der „stark frequentierten“ Sporthalle und dem Übergang am Holtkamp zu groß sei. Andererseits müsse man aber auch berücksichtigen, dass im Zuge des geplanten Wohngebiets am alten Standort der Wiehagenschule „in naher Zukunft mit einer weiteren Erhöhung der Fußgängerzahlen und in der Folge mit mehr Straßenüberquerungen zu rechnen ist“.

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