Hospizgruppe musste mehr Trauernde begleiten als in den Jahren zuvor

Hospizgruppe Werne

Die Hospizgruppe blickt auf das vergangene Jahr. In 2018 verzeichnete sie häufigere Inanspruchnahme der Trauerbegleitung als in den Jahren zuvor.

Werne

, 22.03.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hospizgruppe musste mehr Trauernde begleiten als in den Jahren zuvor

Lediglich eine Neuerung gab es im Vorstand: (v.l.) Kassenprüferin Birgit L`Andolina, Koordinatorin Annette Alfermann, 2. Vorsitzender Harald Schauder, Schriftführer Peter Böhm, Vorsitzender Dr. Hans Piepenbrock, Beisitzerin Marlis Goßheger und neue Kassenprüferin Jutta Herth. © Laura Schulz-Gahmen

Ein würdevolles Lebensende an einem selbstbestimmten Ort zu ermöglichen, dafür setzt sich die Hospizgruppe Werne ein. Aus diesem Anlass referierte zu Beginn der Jahreshauptversammlung der Gruppe am Mittwochabend, 20. März, Dr. Eberhard Lux, Facharzt der Palliativmedizin, über Möglichkeiten der palliativmedizinischen Versorgung.

Im Anschluss schauten rund 30 Mitglieder auf das vergangene Jahr und stellten erfreut fest, dass ihre Veranstaltungen gut ankamen. Der Kassenbericht war ordnungsgemäß und Birgit Böcker gab ihr Amt als Kassenprüferin an Jutta Herth weiter. Hervorgehoben wurden die enge Zusammenarbeit mit dem Palliativnetz und den umliegenden Krankenhäusern sowie die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter.

25 Begleitungen von Sterbenden im vergangenen Jahr

Im vergangenen Jahr wurden 25 Begleitungen abgeschlossen. Das sind weniger als im Vorjahr. Im Gegenzug haben die Trauerbegleitungen zugenommen. Allerdings sind diese noch nicht im Förderprogramm der Krankenkassen und werden durch Spenden finanziert.

Die Dauer der Begleitungen von Sterbenden variiert. So können bereits nach wenigen Stunden Begleitungen abgeschlossen werden, in anderen Fällen ziehen sich diese bis zu zwei Jahren hin. Die Fördergelder aber bleiben unabhängig von der Dauer der Begleitungen gleich. Viele Sterbende sind mittlerweile alleinstehend und somit auf Hilfe angewiesen. 70 Prozent konnten in ihrem gewohnten Umfeld betreut werden. Der Verein sieht vor, zusätzliche Kräfte auszubilden.

Neu: Wanderung für Trauernde mit der Hospizgruppe

Im aktuellen Jahr sieht die Hospizgruppe Werne eine Fortbildung zum Thema „Begleitung bei Demenz zum Lebensende“ vor. Am 11. Mai veranstaltet sie eine Wanderung für Trauernde und musikalisch-literarische Nachmittage sind ebenfalls wieder geplant. Ebenso sieht das Jahresprogramm einige größere Ausflüge nach Holland, Münster, Düsseldorf und Bremen vor. Am 15. Juni feiert die Hospizgruppe ihr 20-jähriges Bestehen – das fällt mit dem Sommerfest für Ehrenamtliche zusammen.

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