Landgericht Dortmund

Im Prozess gegen psychisch kranken Werner fallen Verhandlungstage aus

Der Prozess gegen einen psychisch kranken Mann aus Werne ist unsanft ausgebremst worden. Mehrere Beteiligte befinden sich in häuslicher Quarantäne.
Schlechte Aussichten: Coronabedingt fallen mehrere Verhandlungstage im Prozess gegen einen psychisch kranken Mann aus Werne aus. © dpa

Ein Corona-Fall hat Auswirkungen auf den Dortmunder Prozess gegen einen psychisch kranken Mann aus Werne. Die für die laufende Woche vereinbarten Verhandlungstermine mussten kurzfristig abgesagt werden, weil sich mehrere Beteiligte in häuslicher Quarantäne befinden.

Wann die Verhandlung gegen den 25 Jahre alten Mann fortgesetzt und beendet werden kann, steht derzeit noch nicht fest. Es ist aber zu erwarten, dass dies noch vor Weihnachten geschehen wird.

Unterbringung wird angestrebt

Die Staatsanwaltschaft strebt die unbefristete Unterbringung des Beschuldigten in einem geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus an. Sie sieht in dem Mann eine Gefahr für die Allgemeinheit, weil von ihm ohne Behandlung immer wieder Angriffe auf unbeteiligte Personen zu erwarten seien.

Der heute 25-Jährige soll in der Vergangenheit unter anderem auf der Stollenstraße mit einem Krummdolch auf zwei Frauen losgegangen sein. Auch eine handgreifliche Auseinandersetzung in einer Tankstelle ist Gegenstand des Verfahrens am Dortmunder Landgericht.

Eine klassische Bestrafung des Werners ist bereits jetzt ausgeschlossen. Schon im Vorfeld des Prozesses war ein Gutachter zu dem Schluss gekommen, dass der Mann zur Tatzeit vollständig schuldunfähig war. Er leidet an einer paranoiden Schizophrenie.

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