Jecken in Werne feiern bunt-grauen Rosenmontag und strahlen den Regen einfach weg

Karneval in Werne

Bunt, grau, bunt: Die Werner Jecken trotzen dem grauen Wetter und feiern einen bunten Rosenmontagsumzug. Tausende kostümierte Narren verfolgten den Umzug. Die Stimmung war alles andere als getrübt.

Werne

, 24.02.2020, 18:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Von dem Regen hat sich in Werne kein Jeck die Stimmung vermiesen lassen. Dennoch kamen wohl weniger Besucher zum Rosenmontagsumzug.

Von dem Regen hat sich in Werne kein Jeck die Stimmung vermiesen lassen. Dennoch kamen wohl weniger Besucher zum Rosenmontagsumzug nach Werne. © Andrea Wellerdiek

Pünktlich um 14.11 Uhr setzte sich der Karnevalsumzug mit 33 bunten Wagen und Fußgruppen in Bewegung. Pünktlich zu dem Start setzte der Regen aus. Voller Vorfreude begann der Rosenmontagsumzug traditionell mit dem Wagen der Interessengemeinschaft Werner Karneval (IWK) vom Parkplatz am Hagen aus.

Da hatten sich längst schon die ersten Jecken am Marktplatz und in der Steinstraße positioniert. Die besten Plätze in der ersten Reihe waren schnell vergriffen. Vor allem viele Familien mit Kindern - natürlich verkleidet - hofften auf eine gute Ausgangsposition für den Kamelleregen.

Pünktlich startete der Werner Rosenmontagsumzug um 14.11 Uhr.

Pünktlich startete der Werner Rosenmontagsumzug um 14.11 Uhr. © Andrea Wellerdiek

Nicht nur Kamelle fielen vom Himmel

Leider fielen nicht nur Süßigkeiten vom Himmel, sondern doch einige Regentropfen. War der Himmel noch so getrübt, die Stimmung war es in keinem Fall. Im Gegenteil: Die Werner Jecken strahlten das durchwachsene Wetter einfach beiseite. Genauso hatte es auch das Stadtprinzenpaar Robin I. Böcker und Theresa I. Holtmann vorher angekündigt.

Der Marktplatz vor dem Start des Rosenmontagsumzugs. Pünktlich zum Start hörte es auf, zu regnen. Doch auch während des Umzugs gab es immer mal wieder einen Schauer.

Der Marktplatz vor dem Start des Rosenmontagsumzugs. Pünktlich zum Start hörte es auf, zu regnen. Doch auch während des Umzugs gab es immer mal wieder einen Schauer. © Sylva Witzig

Und das närrische Stadtoberhaupt Robin I. sorgte vor allem am Marktplatz für ordentlich Stimmung. Am zentralsten Platz in der Innenstadt hatten sich Hunderte Jecken eingefunden. Es war aber deutlich weniger los als im Jahr zuvor.

Wie halte ich meinen Regenschirm?

Den Besuchern, die an diesem Rosenmontag in die Stadt kamen, machte das Wetter keinen Strich durch die Rechnung. Sie hatten eigentlich nur eine schwere Entscheidung zu treffen: Wie herum halte ich den Regenschirm? So, dass ich nicht nass werde oder anders herum, damit möglichst viel Kamelle hinein segeln?

Einige Hartgesottene konnten den Start des Rosenmonatsumzugs gar nicht abwarten. Einige Jugendliche stimmten sich mit dem einen oder anderen Getränk knapp drei Stunden vorher auf den Umzug ein. Regen hin oder her.

Die Werner Jecken ließen sich die gute Laune nicht vom Wetter vermiesen. Schon vor dem Rosenmontagsumzug hatte es angefangen zu regnen. Auch während der Feier hatte es immer wieder Schauer gegeben.

Die Werner Jecken ließen sich die gute Laune nicht vom Wetter vermiesen. Schon vor dem Rosenmontagsumzug hatte es angefangen zu regnen. Auch während der Feier hatte es immer wieder Schauer gegeben. © Andrea Wellerdiek

Jecken flüchten in Kneipen und auf Partys

Irgendwann wurde es aber auch dem größten Jeck zu bunt, besser gesagt zu grau. Nach dem Ende des Rosenmontagsumzugs gegen 16.30 Uhr leerte sich der Marktplatz schneller als in den Vorjahren. Die meisten Jecken hatten sich dann doch lieber ein trockenes Plätzchen in der Kneipe oder bei den Karnevalspartys gesucht. Aber hier ging die Feier natürlich fröhlich weiter.

Nicht nur Kamelle flog an diesem Rosenmontag vom Himmel.

Nicht nur Kamelle flog an diesem Rosenmontag vom Himmel. © Andrea Wellerdiek

Bis zum Abend hatte das Ordnungsamt der Stadt Werne keine großen Vorkommnisse zu verzeichnen. „Bislang ist es friedlich geblieben. Viele Besucher, die nass geworden sind, sind schon nach Hause gegangen. Einige hartgesottene Jugendliche feiern weiter“, erklärte Jürgen Menke vom Ordnungsamt der Stadt Werne.

Auch Stephanie Müller, Leiterin der Polizeiwache Werne, zog gegen 19 Uhr ein positives Fazit. „Es war alles friedlich, es gab keine größeren Schlägereien, nur kleinere Einsätze.“ Drei Leute habe man in Gewahrsam nehmen müssen, weil sie den Platzverweisen nicht nachgekommen seien.

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