Jugendamt Werne stockt Personal auf

Elternbeiträge

Wer sein Kind in die Kita oder in den Offenen Ganztag (OGS) schickt, wartet mitunter lange auf den Gebührenbescheid. Damit es keine bösen Überraschungen gibt, will die Stadt nun gegensteuern.

Werne

, 27.11.2017, 05:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Beitragsbescheinigungen für Kita und Offenen Ganztag in Werne gehen derzeit nur mit großen Verzögerungen an die Eltern raus. Claeßen

Die Beitragsbescheinigungen für Kita und Offenen Ganztag in Werne gehen derzeit nur mit großen Verzögerungen an die Eltern raus. Claeßen

Eigentlich ist es recht einfach, mithilfe der städtischen Beitragstabelle die Gebühren für den Kita- oder OGS-Platz auszurechnen. Dumm nur, wenn man – aus welchen Gründen auch immer – falsch gerechnet hat und der Bescheid der Stadt vom eigenen Ergebnis abweicht. Dümmer, wenn man das erst einige Monate später erfährt. Genau das passiert immer mehr Eltern in Werne.

„Wenn man zuviel gezahlt hat, ist das natürlich gut, man bekommt was zurück. Wenn man nachzahlen muss, kann das zum Problem werden“, sagt Alexander Ruhe. Die Situation vieler Eltern ist ihm bekannt, weshalb der Jugenddezernent im Jugendhilfeausschuss in die Offensive ging: „Wir möchten eine halbe Stelle zusätzlich schaffen, um die Elternbeiträge schneller bearbeiten zu können.“

Zustimmung im Dezember

Ein Vorschlag, der bei Tim Oliver Neumann, Vorsitzender des Stadtelternbeirates, auf Zustimmung stieß: „Wenn die Stadt plötzlich mehr Geld fordert, wird es für manche Familien finanziell eng.“ Auch die Politik sendete grundsätzlich positive Signale, allerdings benötigt der Budgetplan die Zustimmung des Rates. Sobald die im Dezember erfolgt, soll die Stelle eingerichtet werden.

Bisher ist eine Kraft in der Verwaltung für die Beitragsberechnungen zuständig. Und deren Zahl hat sich deutlich erhöht, wie Alexander Ruhe bekräftigte: Lagen 2013/14 noch 1198 Beitragsfälle in Kita, Tagespflege und OGS vor, sind es laut Kindergartenbedarfsplanung im Jahr 2017/18 bereits 1543. „Das ist für eine Person alleine nicht zu schaffen“, war auch den Politikern klar.

Ein weiteres Problem ist laut Ruhe die Position selbst: „Die Stelle ist der klassische Einstieg für junge Mitarbeiter, die von da auch auf finanziell lukrativere Stellen wechseln.“ Gemessen an der Zahl der Stelleninhaber dürfte es eine Menge besser dotierter Stellen in der Verwaltung geben: „In den vergangenen zwei bis drei Jahren saßen vier Personen auf diesem Posten.“

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