Kein Publikumsverkehr mehr im Werner Stadthaus: Erster Tag bringt ein „surreales Gefühl“

Stadthaus Werne

Hinter verschlossenen Türen arbeiten die Stadtangestellten weiter. Vor allem das Bürgerbüro vermisst den Publikumsverkehr. Alle Angelegenheiten werden nun per Telefon und Mail abgewickelt.

Werne

, 16.03.2020, 19:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Stadthaus hat seine Türen geschlossen. Auch die Mitarbeiter sollen möglichst wenig direkten Kontakt miteinander haben.

Das Stadthaus hat seine Türen geschlossen. Auch die Mitarbeiter sollen möglichst wenig direkten Kontakt miteinander haben. © Felgenträger

„Es war ehrlich gesagt schon ein etwas surreales Gefühl ohne Publikumsverkehr“, beschreibt Frank Gründken, Verwaltungsvorstand der Stadt Werne, die Lage im Stadthaus. Seit dem 16. März arbeiten die Mitarbeiter hinter verschlossenen Türen und haben nur noch telefonisch und per Mail Kontakt zu den Bürgern. „Ein paar Leute waren hier und irritiert, dass sie nicht hereinkamen“, so Gründken.

Alles in allem sei der erste Tag der Isolation aber reibungslos gelaufen. „Einige Anfragen drehten sich beispielsweise darum, wie man nun einen Personalausweis beantragt. In ganz dringenden Fällen lassen wir noch Bürger herein“, fügt er hinzu.

Anrufen oder Mail schreiben - Anliegen werden bearbeitet

Wer die Durchwahl 333 wähle, werde an die richtige Abteilung für sein Anliegen weitergeleitet. Alternativ könne man auch eine Mail schreiben. „In jeder Abteilung muss jetzt mindestens ein Telefon besetzt sein“, erklärt Gründken. Auch untereinander sollen die Kollegen möglichst wenig miteinander in Kontakt treten. Statt zum Kollegen ins Nebenbüro zu gehen, wird nun telefoniert. Besprechungen gibt es auch nur noch am Telefon.

„Den Kollegen fällt das teilweise schwer. Da steht man aus Gewohnheit am Tisch des Kollegen. Ich persönlich schüttle seit drei Wochen keine Hände mehr und muss bei Begrüßungen trotzdem noch zucken, weil ich aus Reflex die Hand heben möchte“, so Gründken.

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