Kinderbetreuung und Kita-Gebühren: Das ändert sich für Eltern und Kinder in Werne

mlzKitas in Werne

Immer mehr Lockerungen greifen in der Corona-Krise. Das gilt auch für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Werne. Und für die Portemonnaies ihrer Eltern.

Werne

, 29.05.2020, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am 8. Juni wechselt das Land NRW von der erweiterten Notbetreuung in den eingeschränkten Regelbetrieb. Alle Kinder sollen dann in reduziertem Umfang wieder ihre Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege besuchen können. Eine Erleichterung für die Eltern - aber auch eine große Herausforderung für die Kommunen und Einrichtungen, wie Wernes Jugenddezernent Alexander Ruhe am Donnerstag (28. Mai) in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses erklärte: „Das wird ein erheblicher organisatorischer Aufwand für die Träger.“

Die Landesregierung hatte bereits am 20. Mai verkündet, nun den nächsten Schritt zur Öffnung der Kindertagesbetreuung vollziehen zu wollen. Heißt unter anderem: Aufhebung des Betretungsverbots, eine wohl reduzierte Betreuungszeit, feste Gruppen statt offener Konzepte, räumliche Trennung und verschärfte Hygienemaßnahmen.

Eltern zahlen nur 50 Prozent der Kita-Beiträge

Eltern dürfen sich also über neue Betreuungsmöglichkeiten für ihren Nachwuchs freuen. Zudem zahlen sie vorerst lediglich 50 Prozent der Kita-Beiträge. Die Stadt Werne möchte das allerdings zur Reduzierung des Schriftverkehrs so handhaben: Für den Monat Juni wird der volle Beitrag erhoben, für Juli entfällt der Beitrag dann komplett. Das gilt sowohl für die Kindertageseinrichtungen als auch für die Kindertagespflege. Ausgenommen sind der Offene Ganztag und die Übermittagsbetreuung beziehungsweise die offene Lernzeit und Frühbetreuung.

Die bisherige Bilanz der Kinderbetreuung seit Beginn der Corona-Krise fällt auf Seiten der Stadt - den Umständen entsprechend - positiv aus. Die Ereignisse hätten sich ab Mitte März überschlagen. „Ich denke aber, wir konnten den Eltern bisher ein gutes Angebot machen. Wir haben auch positive Rückmeldungen bekommen“, erklärte Jugendamtsleiter Maik Rolefs.

Jugendzentren in Werne öffnen bald wieder

Gut angekommen sei beispielsweise die „Osterbox“, ein Paket mit Blöcken, Stiften, Scheren und Co., das man für die Familien gepackt und ihnen vorbeigebracht hatte. Im Bereich der Jugendarbeit habe sich zudem das „Digitale Jugendzentrum“ bewährt. Weil die Werner Jugendzentren aufgrund der Corona-Krise schließen mussten, schaffte man eben alternative Online-Angebote. Über eine Smartphone-App wurde beraten, gechattet und gespielt.

Lange sollen die Einrichtungen für Jugendliche in Werne übrigens nicht mehr geschlossen bleiben. „Wir warten nur noch auf die finale Rückmeldung des Kreisgesundheitsamtes. Das Hygienekonzept ist fertig und die Kollegen in den Jugendzentren stehen schon in den Startlöchern“, so Rolefs weiter.

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