Kinderheim befindet sich seit Jahren im Rohbau

Projekthilfe Südostasien

Familie Gimmel von der "Projekthilfe Südostasien" sieht in der Demokratisierung Burmas auch eine Gefahr für die Versorgung der Kinderheime. Zurück von ihrer Reise aus Vietnam und Burma, beklagen sie die gestiegenen Preise für Nahrungsmittel.

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von Von Helga Felgenträger

, 24.04.2012, 15:48 Uhr / Lesedauer: 1 min

Alles sei jetzt spürbar teurer geworden, berichtet Bruno Gimmel von der Riesenportion Chicken-Curry, die sie auch dieses Mal wieder für 700 Kinder mitbrachten. Im vergangenen Jahr zahlte er dafür 160 Euro, dieses Jahr 300 Euro. Auch die Mönche bekommen Probleme mit der Lebensmittelversorgung, erzählt die Familie. Der Preis für Reis ist um das Doppelte gestiegen. „Umso mehr sind die Heime auf Spenden angewiesen“, betont das Paar gegenüber unserer Zeitung. Durch die politische Veränderung dürfe nicht der Eindruck erweckt werden, die Notlage sei besser geworden. Die Jahresbilanz 2011 gibt Einblick in die Ausgaben 2011: Bildung 4800 Euro, Nahrung 34 700 Euro, Kleidung 3400 Euro, Gesundheit 300 Euro und Kraftstoffe sowie Wartung 6800 Euro. Dringend gebraucht werden Gelder für den Weiterbau des Kinderheims Nr. 6, das sich seit einigen Jahren im Rohbau befindet. „Aus deutscher Sicht ist es schwer zu verstehen, dass sich die Fertigstellung verzögert“, erklären Gimmels. Die Stromversorgung sei unzureichend. „Es gibt keine Motorsäge, keinen Zementmischer, alles muss von Hand gemacht werden. Jeder Balken ist Handarbeit.“Doch es geht auch voran: Das neue Schul- und Schlafhaus ist fast fertig, freut sich die Familie über das Gebäude, das vom BMZ mit 37500 Euro mitfinanziert wurde. Auch in diesem Jahr soll ein Antrag auf Fördergelder beim BMZ gestellt werden. Für die Buchführung nahm die Familie mit einem international anerkannten Buchprüfer Kontakt auf. „Das Ministerium verlangt eine Auflistung“, müsse jeder Sack Zement dokumentiert werden, so Gimmel. 

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