Klage gegen Trianel-Kraftwerk: Prozess hat begonnen

WERNE/LÜNEN Am Oberverwaltungsgericht Münster hat der Prozess gegen das Trianel-Kraftwerk in Lünen begonnen. Zuvor hatten die Kraftwerksgegner Flagge gezeigt: Vor dem Gerichtsgebäude in der Münsteraner Innenstadt hatten sie einen Infostand aufgebaut. Ob ihre Klage Erfolg hat, das wird in der ganzen Region gespannt verfolgt.

von Von Peter Fiedler

, 05.03.2009, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Investor Trianel geht davon aus, juristisch wasserdichte Genehmigungsbescheide vorliegen zu haben. Denn schon bald nach Erteilung der ersten Teilgenehmigung durch die Bezirksregierung im Mai 2008 hat das Stadtwerke-Verbund-Unternehmen mit dem Bau des Kraftwerks begonnen. Es ist mit Investitionen von etwa 1,4 Milliarden Euro verbunden und soll im Herbst 2012 ans Netz gehen.

Den Gegnern, die heute Morgen vor dem Gerichtsgebäude einen Infostand aufbauen wollen, gilt das 750 Megawatt-Kraftwerk schlicht als Klimakiller und Umweltverschmutzer. Sie glauben, viele juristische Angriffspunkte in den Bescheiden der Genehmigungsbehörde gefunden zu haben. Heute wird sich zeigen, ob das die Verwaltungsrichter ebenso sehen.

Auch an vielen anderen Standorten, wo Kohlekraftwerke geplant sind oder schon gebaut werden, wird das Münsteraner Verfahren von den Kraftwerksgegnern vor Ort mit großem Interesse beobachtet. Die Gegner erhoffen sich eine wegweisende Entscheidung gegen Kohlekraftwerke. Wir berichten aktuell, sobald es Neues aus Münster gibt. 

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