Klimaschutzmanager Johannes zur Bonsen ist seit dem 15. Juni für die Stadt Werne tätig. © Stadt Werne
Klimaschutz

Klimaschutzkonzept für Werne bis Ende 2021 – Ausschuss streitet über Kompetenzen

Im neuen Ausschuss für Umwelt, Mobilität und Klimaschutz der Stadt Werne wurde der Fahrplan für ein Klimaschutzkonzept vorgestellt. Im Vorfeld gab es Diskussionen über Kompetenzen des Ausschusses.

Am Donnerstag, 10. Dezember, kam zum ersten Mal der in dieser Wahlperiode entstandene Ausschuss für Umwelt, Mobilität und Klimaschutz im Alten Rathaus in Werne zusammen. „Ein ganz spannender Ausschuss, der sich mit Themen befassen wird, die Werne verändern“, sagte Bürgermeister Lothar Christ am Anfang der Sitzung.

Klimaschutzkonzept soll bis Ende 2021 stehen

Klimaschutzmanager Johannes zur Bonsen, der am 15. Juni 2020 seine Arbeit für die Stadt Werne aufnahm, stellte zusammen mit Sabine Lohoff vom Fachbüro Gertec GmbH den Fahrplan für Wernes Klimaschutzkonzept vor. Gertec unterstützt zur Bonsen in seiner Arbeit. Die Kosten für die Beauftragung des Büros liegen bei 49.595 Euro. 90% davon werden aus Fördergeldern des Bundesförderprogramms Nationale Klimaschutzinitiative bezahlt. Weitere Unterstützung erhält zur Bonsen durch die gemeinnützige EPC gGmbH.

Das Klimaschutzkonzept beruht auf drei Bausteinen, wie zur Bonsen erklärt.

  • Der erste Baustein ist die qualitative Ist-Analyse und die Erstellung einer vollständigen Energie- und Treibhausgasbilanz für die Stadt Werne. Diese soll planmäßig bis Ende Januar 2021 vorliegen.
  • Der zweite Baustein „Potenziale und Szenarien“ blickt in die Zukunft. Eine Potenzialanalyse soll bis im Februar 2021 vorliegen. Zwei Zukunftsszenarien sollen bis zum Februar 2021 entwickelt werden: Ein Trendszenario (Wernes aktuelle Situation weitergedacht) und ein Klimaschutzszenario (wo könnte Werne landen, wenn alle Potenziale genutzt werden).
  • Der dritte Baustein beschäftigt sich mit der Entwicklung des Maßnahmenkatalogs durch Gespräche, Workshops und Bewertungen. Eine Auftaktveranstaltung soll am 13. Januar 2021 stattfinden, bis zu zehn Workshops im März und April 2021.

Beteiligt an der Erarbeitung des Konzepts soll eine interne Steuerungsgruppe sein, bestehend aus Bürgermeister Lothar Christ, Klimaschutzmanager Johannes zur Bonsen, den beteiligten Dezernenten und Gertec.
Außerdem soll es einen Beirat geben, der sich aus Vertretern der Verwaltung, der Fraktionen und zivilgesellschaftlichen Gruppen zusammensetzt. Die genaue Zusammensetzung ist noch nicht bekannt. Bei der Auftaktveranstaltung am 13. Januar 2021 sollen auch Bürger die Möglichkeit erhalten, sich zu beteiligen.

Diskussion über Kompetenzen des neuen Ausschusses

Im Vorfeld von Johannes zur Bonsens Vorstellung entbrannte eine Diskussion über Kompetenzen und Aufgabenbereich des neuen Ausschusses.

Adelheid Hauschopp-Francke von der SPD-Fraktion kritisierte etwa, dass der Ausschuss bei so wichtigen Themen nur eine Beratungskompetenz hat. Außerdem würden der Aufgabenbereich und die Abgrenzung zu anderen Ausschüssen nicht klar genug definiert sein.

Ferdinand Schulze Froning von der CDU-Fraktion hatte eine andere Meinung: Die Themen seien so wichtig, dass sie erst im Rat beschlossen werden sollten. Lothar Christ vermittelte, bedankte sich für die Hinweise und versprach, die Kritik im Ältestenrat zu besprechen und dort einen Konsens zu finden.

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