Bei einer Kontrolle auf dem Autohof Werne fiel der Polizei ein Mann mit gefälschtem Führerschein auf. © Jörg Heckenkamp (A)
Autofahrer aus Litauen

Kontrolle am Autohof Werne: Für gefälschten Führerschein 2000 Euro bezahlt

Den richtigen Riecher hatten Polizeibeamte im vergangenen Dezember. Am Autohof Werne kontrollierten sie die Papiere eines Pärchens. Die Kontrolle endete mit einer Überraschung.

Zufallsentdeckung: Bei einer Polizeikontrolle in Werne kam ans Licht, dass ein 34-Jähriger mit einem Führerschein unterwegs war, bei dem es sich um eine Fälschung handelte. Das vermeintliche Dokument brachte ihn nun vor Gericht.

Im Bereich des Autohofs bewiesen die Beamten am 16. Dezember 2021 den richtigen Instinkt. Sie kontrollierten ein Paar in einem Wagen und forderten die Ausweise. Der Mann griff in die Tasche und zog unter anderem einen litauischen Führerschein hervor. Die Polizisten waren skeptisch und lagen richtig: Es handelte sich tatsächlich um eine Totalfälschung.

Wegen Urkundenfälschung angeklagt

Urkundenfälschung wurde dem 34-Jährigen nun vor dem Amtsgericht Lünen zur Last gelegt. Er überließ seinem Verteidiger das Reden und der versicherte, dass sein Mandant nichts von einer Fälschung geahnt habe. Er habe das Dokument über einen Vermittler erhalten, habe in Litauen sogar eine Prüfung gemacht und habe für das Ganze 2000 Euro bezahlt. Beim Blick auf die vermeintliche Fahrerlaubnis betonte er außerdem: „Also mir wäre es durchgegangen.“

Aus Sicht des Gerichts stand am Ende tatsächlich nicht mit der erforderlichen Sicherheit fest, dass dem Angeklagten bewusst war, dass es sich um eine Fälschung handelte. Er wurde freigesprochen. Jedoch warnte ihn die Richterin vor einer Wiederholung.

Über die Autorin
Lesen Sie jetzt