Kostenlose Parkplätze für E-Autos: Nur knappes Ja zu Prüfauftrag für Stadt

Parken in Werne

Nur sehr knapp hat der Umweltausschuss dem UWW-Antrag zugestimmt, die Verwaltung mit der Prüfung zum kostenlosen Parken für E-Autos in Werne zu beauftragen. Es fielen einige Gegenargumente.

Werne

, 15.03.2021, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit nur einer Ja-Stimme mehr hat die Verwaltung in Werne den Auftrag bekommen zu prüfen, ob kostenfreies Parken für E-Autos in Werne möglich wäre.

Mit nur einer Ja-Stimme mehr hat die Verwaltung in Werne den Auftrag bekommen zu prüfen, ob kostenfreies Parken für E-Autos in Werne möglich wäre. © Symbolbild picture alliance/dpa

Die Unabhängige Wählergemeinschaft Werne e.V. (UWW) wünscht sich freies Parken für Elektroautos in der Stadt. Um zu prüfen, ob das in Werne möglich wäre, hat der Umweltausschuss am Mittwochabend (10. März) dem UWW-Antrag mit nur einer Ja-Stimme (7 Ja, 6 Nein, 2 Enthaltungen) mehr das OK dazu gegeben.

UWW spricht von Vision, Grüne von absurdem Vorschlag

„Wir haben Visionen für die Mobilität“, sagte Dr. Thomas Gremme am Mittwochabend im Ausschuss in Anlehnung an den zuvor vorgestellten Zeitplan für das Mobilitätskonzept der Stadt, das in 18 Monaten stehen soll. „Unser Antrag ist ein erster Schritt in eine visionäre Richtung. Wir möchten die E-Mobilität der Stadt fördern. 0,6 Prozent der Zulassungen sind E-Zulassungen. Bei Erreichen einer höheren Zulassungszahl kann man das auch wieder fallen lassen. Und der Verlust der Parkgebühren wird sich in Grenzen halten.“

Während die Sachkundige Bürgerin Adelheid Hauschopp-Francke (SPD) erklärte, dass sie den Antrag klasse finde, erklärte Christoph Schade (Grüne): „Ich halte es für absurd. Es entscheidet sich keiner für ein E-Auto, weil man am Griesetorn zwei Stunden frei parken kann.“ So würde man außerdem Pseudo-E-Autos mit Verbrennungsmotor bevorteilen. Jürgen Regener (CDU): „Das Parkleitkonzept haben wir nicht umsonst. Am Griesetorn stehe ich dann den ganzen Tag, wenn die anderen da eben nur kurz einkaufen.“ Er befürchtet, das Parkleitsystem könne unterlaufen werden.

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