Christophorus-Krankenhaus als Wirbelsäulenzentrum zertifiziert

Auszeichnung

Mit dem Wirbelsäulenzentrum bekommt das Werner Krankenhaus nun bereits das dritte zertifizierte Zentrum. Patienten sollen sich auf transparente und überprüfbare Qualität verlassen können.

Werne

, 23.03.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dr. Nicolai El Hindy (v.l.), Pflegedirektor Ludger Risse und Dr. Dirk Schaefer garantieren den Patienten einen überprüften Qualitätsstandard.

Dr. Nicolai El Hindy (v.l.), Pflegedirektor Ludger Risse und Dr. Dirk Schaefer garantieren den Patienten einen überprüften Qualitätsstandard. © Julian Reimann

Erst das Zentrum für Endoprothetik, dann vor einigen Wochen die Auszeichnung als Hernien-Zentrum und nun die Zertifizierung der Wirbelsäulenchirurgie. Das St.-Christophorus-Krankenhaus hat sich den Anforderungen für ein weiteres Zentrum gestellt und ist dafür mit einem Zertifikat belohnt worden. Damit darf sich die Klinik für Wirbelsäulen- und Periphere Nervenchirurgie offiziell „Level II Wirbelsäulenzentrum der DWG“ nennen.

Die Zertifizierung der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) gilt für die nächsten vier Jahre. Dann müssen die Anforderungen erneut geprüft werden, um weiterhin zu den aktuell 47 Wirbelsäulenzentren in Deutschland gezählt zu werden. Zudem besteht auch die Möglichkeit, in ein höheres Level aufzusteigen.

Zertifizierung erfolgt nur bei der Einhaltung strenger Richtlinien

„Die Zertifizierung bedeutete in den vergangenen Monaten viel Arbeit für unser Team“, so Ludger Risse, Pflegedirektor des Krankenhauses, und weist damit auf den Beginn der Vorbereitungen hin, der bereits bis in den Mai 2018 zurückreicht. „Wir mussten eine umfassende Vorbereitungsarbeit leisten, die sich am Ende aber gelohnt hat.“

Die beiden Chefärzte Dr. Schaefer und Dr. El Hindy haben mit ihrem Team seit Mai 2018 an der Zertifizierung gearbeitet.

Die beiden Chefärzte Dr. Schaefer und Dr. El Hindy haben mit ihrem Team seit Mai 2018 an der Zertifizierung gearbeitet. © Krankenhaus

Neben der medizinischen Versorgung und der Therapie stellte das zuständige Team sämtliche Prozesse rund um die Patientenversorgung auf den Prüfstand.

Denn eine Zertifizierung erfolgt nur bei der Einhaltung strenger Richtlinien, wie Chefarzt Dr. Nicolai El Hindy erklärt: „Hauptsächlich müssen natürlich einige Qualitätsstandards erreicht werden. Voraussetzungen sind beispielsweise die Qualifikationen der Operateure, eine geringe Komplikationsrate, die technische Ausstattung sowie eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Stationen im Haus. Aber auch einige Zahlen mussten einer Prüfung unterzogen werden.“

Patienten sollen eine offizielle Qualitätsgarantie erhalten

So beispielsweise die Anzahl der durchgeführten Operationen: Gefordert waren mehr als 300 im Jahr, das Krankenhaus überschritt die Zahl deutlich mit 673. „Die Qualität war bereits vorher da“, ergänzt Risse. „Allerdings musste eine gewisse Standardisierung stattfinden.“

Die guten Resultate bei der Prüfung würden nun die Arbeit bestätigen, die das Krankenhaus in den vergangenen Monaten geleistet habe, so der Pflegedirektor.

Patienten sollen sich nun auf einen gewissen Qualitätsstandard verlassen können, meint auch Chefarzt Dr. Dirk Schaefer: „Es wird eine jährliche Überprüfung stattfinden, damit das hohe Qualitätsniveau für die Patienten gehalten wird.“

Zudem müsse eine bestimmte Anzahl an qualifiziertem Personal vorhanden sein. Mit der Zertifizierung als Wirbelsäulenzentrum erhielten die Patienten in gewisser Weise eine zusätzliche Garantie.

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