Im Moment ist die Lage im St.-Christophorus-Krankenhaus in Werne entspannt. Ab sofort ist die Belegung der Intensivbetten in Krankenhäusern entscheidend für Lockerungen oder Maßnahmen in der Corona-Krise. © Anne Winkler
Krankenhaus in Werne

Krankenhaus Werne: Corona-Erkrankte bereuen ihr Impf-Versäumnis

Neben dem Inzidenzwert ist nun die Belegung der Intensivbetten ein wichtiger Faktor. In der vergangenen Monaten meldeten die Krankenhäuser kaum Intensivpatienten. Wie sieht‘s in Werne aus?

Das Christophorus-Krankenhaus in Werne hat weiterhin keine Corona-Patienten trotz steigender Inzidenz. Einige Monate musste es keine Corona-Patienten stationär aufnehmen. Dennoch gibt es immer wieder Verdachtsfälle. Stand Dienstagmittag (17. 8.) gab es drei Patienten mit Verdacht auf das Corona-Virus.

„Die Patienten werden aber wie Corona-positive Patienten behandelt“, erklärt Standortleiter Ludger Risse. Somit werden die Verdachtsfälle in Isolierzimmer gebracht und die Pfleger dürfen ausschließlich mit FFP2-Maske, Handschuhen und Isolieranzug in die Zimmer. Besuch ist untersagt.

„Wir hatten mal viel mehr Patienten. Der Höchststand war vergangenes Jahr. Durch diese Erfahrung sind wir sehr gut vorbereitet“, sagt Risse. Zwar ist die Isolierstation seit Juli zurückgebaut, jedoch können die Verdachtspatienten innerhalb der Pneumologie-Station (Lungenheilkunde) im 4. Obergeschoss isoliert werden. Die Verdachtspatienten sind dort isoliert.

Gute Vorbereitung auf Corona-Patienten

„Sollte sich der Verdacht bestätigen und die Patienten positiv sein, können wir aus dem Stand handeln und die Isolation auf der Station innerhalb von 12 Stunden gewähren“, sagt Risse.

In den meisten Fällen sind die Patienten aufgrund von Symptomen, welche auf Corona hinweisen, ins Krankenhaus gegangen. „Es gab auch schon falsch-positive Testergebnisse, aber das ist eher selten“, sagt Risse. Jüngere Menschen oder Kinder, welche sich nicht impfen lassen konnten, waren nicht unter den Verdachtspatienten.

Corona-positiv waren im Christophorus-Krankenhaus in den vergangenen Monaten ausschließlich ungeimpfte Personen. „Bisher gab es hier im Krankenhaus nicht den Fall, dass jemand Geimpftes erkrankt ist“, so Risse.

Entspannte Situation im Christophorus

Einige Patienten mit schwerem Verlauf hätten es laut Risse dementsprechend bereut, die Impfung nicht in Anspruch genommen zu haben. „Corona ist immer noch nicht vorbei. Es gibt ein Impfangebot und das sollten die Menschen auch nutzen. Nur so können wir den Virus weiter eindämmen“, sagt Risse.

Dennoch ist die allgemeine Situation im Christophorus-Krankenhaus seit einigen Monaten gut. „Wir hoffen, dass die Lage weiterhin so entspannt bleibt und wir keine schweren Verläufe behandeln müssen“, sagt Risse.

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