Kreisverkehre, Problemhäuser, Kinderbetreuung – diese Punkte will Dominik Bulinski angehen

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Wer wird Wernes nächster Bürgermeister? Wir haben uns mit den drei Kandidaten an drei Drehorten getroffen, die drei Probleme veranschaulichen, die die Kandidaten angehen wollen. Heute: Dominik Bulinski (CDU).

Werne

, 04.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit Dominik Bulinski schickt diesmal auch die CDU einen Kandidaten ins Rennen um das Amt des Bürgermeisters der Stadt Werne. Bei der Kommunalwahl 2020 tritt Bulinski gegen den amtierenden Bürgermeister Lothar Christ und dessen Dauerrivalen Benedikt Striepens an. Um drei Themen auf seiner politischen Agenda besonders hervorzuheben, hat sich der CDU-Mann drei Orte für unser Kurzinterview ausgesucht. Einer davon hat sich längst zum Dauerbrenner gemausert.

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Bulinski im Kurzinterview: Kreisverkehre aufhübschen

Denn Schauplatz Nummer eins ist genau der gleiche, den auch Kontrahent Benedikt Striepens ein paar Tage zuvor gewählt hat: das Gammelhaus an der Ecke Südmauer/ Am Griesetorn. Es ist aus Sicht von Bulinski ein Negativ-Beispiel, wenn es um die Belebung der Innenstadt geht: „Wir stehen hier an einem der Eingangstore zur Innenstadt. Das ist der erste Eindruck, wenn man die Stadt betritt - und es ist ein schlechter Eindruck.“

Die Aufwertung solcher Gebäude ist eine Art Baustein in Bulinskis Konzept der „Revitalisierung der Innenstadt“. Der Gedanke: Wer für mehr Kundschaft und weniger Leerstände sorgen will, der zeigt am besten schon am Stadteingang, was er zu bieten hat. Doch wenn die Visitenkarte so aussieht wie besagtes Gebäude an der Südmauer, dann wird es schwierig. Er wolle als zukünftiger Verwaltungschef auf die Eigentümer zugehen, mit ihnen diskutieren und natürlich Lösungen für das Problem finden, versichert der CDU-Kandidat.

Das verwahrloste Haus an der Südmauer ist auch Bulinski ein Dorn im Auge.

Das verwahrloste Haus an der Südmauer ist auch Bulinski ein Dorn im Auge. © Felix Püschner

An Station Nummer zwei auf unserer kleinen Tour durch die Lippestadt sieht die Situation kaum besser aus. Diesmal ist es kein Eingangstor zur Stadt, sondern die Kirchstraße in Stockum - direkt an der wegen eines Wasserschadens geschlossenen Kita St. Sophia. Viel ist hier gerade nicht los - und genau deswegen hat sich Bulinski diesen Ort ausgesucht, wie er sagt. Denn der stehe quasi symbolisch dafür, dass „wir noch mehr für junge Familien mit Kindern tun müssen“.

Dass Werne durchaus eine „vernünftige Infrastruktur“ habe, dafür habe die Verwaltung in der Vergangenheit bereits gesorgt. Man sei auf einem guten Weg, gibt Bulinski zu. Auch das Modell mit freien und kirchlichen Kita-Trägern sei eine gute Lösung: „Aber gerade in dieser unglücklichen Situation mit dem Wasserschaden zeigt sich, dass die Stadtverwaltung noch intensiver und schneller reagieren muss.“

Mehr Personal brauche es dazu jedoch nicht. Und auch die Prioritäten müsse man nicht anders setzen. „Es geht darum, ein bisschen mehr Engagement zu zeigen, damit die Eltern das Gefühl haben, dass man sich um sie kümmert“, so der CDU-Kandidat.

Der Kreisverkehr in Stockum könnte eine Vorbildfunktion für ganz Werne haben, meint Bulinski.

Der Kreisverkehr in Stockum könnte eine Vorbildfunktion für ganz Werne haben, meint Bulinski. © Felix Püschner

Zum Abschluss des Kurzinterviews geht es nur ein paar Meter weiter - zum Stockumer Kreisel im Bereich Werner Straße/ In der Eika/ Neue Kampstraße. Schließlich will Bulinski auch ein Positivbeispiel präsentieren. Denn: „Auch Kreisverkehre sind Eingangstore in eine Stadt beziehungsweise einen Ortsteil. Das gehört mit zur Gestaltung der Innenstadt. Und dieser Kreisverkehr hier ist sehr schön geworden.“

Ganz im Gegensatz zu den übrigen Kreiseln im Stadtgebiet, die man laut Bulinski in der Vergangenheit immer „eher stiefmütterlich“ behandelt habe. In diesem Punkt könne Stockum eine Vorbildfunktion einnehmen: „Der Kreisverkehr ist von einem Privatmann gestaltet worden. Übernahmen von Patenschaften in Kooperation mit der Stadt wären vielleicht auch eine gute Lösung für die anderen Kreisverkehre - egal, wer da der Straßenbaulastträger ist.“

Die anderen Kreisel könnten in den Augen von Bulinski dann ebenfalls eine hübsche Visitenkarte für Auswärtige abgeben. Mit der einladenden Botschaft: „Unsere Stadt ist schön, kommt uns besuchen.“

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