In verschiedenen Duellen mussten die vier Kandidaten zu Themen wie Wirtschaft, Umwelt oder Innere Sicherheit Stellung nehmen. Andrea Wellerdiek moderierte. © Jörg Heckenkamp
Landrats-Wahl 2020

Landrats-Kandidat: „Ich bin für Tempo 30 in allen Innenstädten des Kreises Unna“

In allen Städten des Kreises Tempo 30 - sagt der eine Kandidat. Dem Kreis Unna fehlt das Selbstbewusstsein - sagt ein anderer Kandidat. Starke Aussagen bei der Debatte von vier Kandidaten.

Um den Posten des Landrates im Kreis Unna bewerben sich bislang fünf Kandidaten. Vier davon (die FDP-Vertreterin ist im Urlaub) trafen sich am Donnerstagabend im evangelischen Wichern-Zentrum in Werne zum Rededuell und zur Beantwortung von Wählerfragen. Starke Aussagen waren in dieser eineinhalbstündigen Runde zu hören.

So äußerte sich Andreas Dahlke von der Lüner Wählergemeinschaft GFL deutlich zu einer Wählerfrage. Nämlich wie man dem Klimanotstand begegnen könne und was er von innerstädtisch Tempo 30 halte? „Da bin ich auf jeden Fall dafür‘“, sagte er. Es bringe kaum einen Zeitvorteil, ob man in der Stadt 30 oder 50 km/h fahre. Aber es bringe deutlich mehr Sicherheit.

Video

Livestream Landrats-Kandidaten

Zu der Frage nach neuen Arbeitsplätzen und der Ansiedlung von Firmen verwies Mario Löhr (SPD) auf die Brachflächen, die es im gesamten Kreis Unna gebe. Als Landrat wolle er „mit den Städten und den Unternehmen zusammenarbeiten“, um diese Flächen zu entwickeln. Aber auch überregionale Zusammenarbeit, etwa mit der Stadt Hamm, stehe auf seiner Agenda.

Bezüglich des Wirtschaftsstandortes Kreis Unna machte Marco Morten Pufke (CDU) ein Defizit aus: „Wir haben zwar starke Unternehmen und eine gute Wirtschaftskraft. Aber wir treten nicht selbstbewusst genug auf.“ Man müsse seine Stärken besser verkaufen. Zu einer starken Wirtschaft gehörten auch flächendeckendes schnelles Internet sowie ein gut ausgebauter Mobilfunk.

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So lief das Rededuell der Landrats-Kandidaten

Herbert Goldmann (Grüne) will sich als Landrat dafür einsetzen, dass der Kreis ein unverwechselbares, ökologisches Profil bekommt. „Zum Beispiel ist der Kreis Unna sehr waldarm. Wir müssen ein Bündel von Maßnahmen anstoßen, um den Kreis ökologisch nach vorne zu bringen.“

Der Abend im Wichernhaus, organisiert von Kolping, KAB, ev. Männerverein in Kooperation mit den Ruhr Nachrichten, war in drei Blöcke geteilt: Vorstellungsrunde, Rededuelle, Wählerfragen. Schon im Vorfeld hatten etliche Leser quer aus dem Kreis Unna Fragen per Mail eingeschickt. Von der Möglichkeit, noch während der Sendung Fragen einzuschicken, machten auch noch einige Zuschauer Gebrauch.

So ticken die einzelnen Kandidaten

Der Abend vermittelte einen guten Eindruck über die politischen Positionen der Kandidaten. Während der Grüne Goldmann klar dem Umwelt- und Klimaschutz Vorrang einräumen will, sieht CDU-Mann Pufke das differenzierter. Man müsse bei der Umwelt- und Klimapolitik die verschiedensten Aspekte berücksichtigen. Pufke: „Die Menschen brauchen auch bezahlbare Energie. Hier gibt es keine einfache Lösung.“

Die Debatte als Video im Netz

  • Die Debatte der vier Kandidaten war als Live-Stream am Donnerstagabend unter Ruhr Nachrichten Werne im Netz und ist dort jetzt als Video zu sehen.
  • Für die Übertragung aus dem ev. Wichernhaus in Werne war das Team von Sport Live um Produktionsleiter Uwe Kisker zuständig.
  • Das ist ein eingetragener Verein, der sich auf die professionelle Übertragung von Sport-, Show- und sonstige Veranstaltungen wie Tagungen im Netz spezialisiert hat.
  • Sport live e. V. ist aus dem einstmaligen Bürgerfernsehen „Offener Kanal“ in Dortmund hervorgegangen und verfügt mittlerweile über mehr als 25 Jahre Erfahrung und ist technisch bestens ausgestattet.
  • In Werne war das Kisker-Team vor Ort mit Übertragungswagen, drei Kameras und insgesamt acht Mitarbeitern.
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Jörg Heckenkamp

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