Die Hoffnung lebt: So geht es nach den Sommerferien weiter mit dem Lehrschwimmbecken Stockum

Lehrschwimmbecken Stockum

Was passiert nach den Sommerferien mit dem Lehrschwimmbecken in Stockum? Die CDU gibt die Hoffnung auf eine Zukunft des Bades nicht auf. Und auch die Verantwortlichen geben zunächst Entwarnung.

Stockum

, 09.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Die Hoffnung lebt: So geht es nach den Sommerferien weiter mit dem Lehrschwimmbecken Stockum

Die CDU hat sich zusammen mit Jürgen Töne und Frank Gründken am Lehrschwimmbecken in Stockum getroffen, um über die aktuelle Situation zu sprechen. © Mario Bartlewski

Es ist emotional, wenn es um die Zukunft des Lehrschwimmbeckens in Stockum geht. Zukunftsangst und Unsicherheit treffen hier bei den Stockumern aufeinander - denn zu den Sommerferien am 15. Juli ist erst einmal Schluss mit dem Betrieb.

„Ich kann klar sagen: Wir werden hier nicht mit Baggern anrollen und das Bad sofort abreißen“, beruhigte Frank Gründken, Betriebsleiter des Bäderbetriebs und Geschäftsführer der Natur-Solebad GmbH am Dienstag, 9. Juli, bei der Becken-Besichtigung der CDU. Das ist im Sinne der Union. Doch die wünscht sich noch mehr.

Umstände für eine Rückkehr ins Lehrschwimmbecken sind gegeben

„Wenn es eine echte Hilfe sein sollte und das Angebot des Solebads verbessern würde, sollten wir das Lehrschwimmbecken weiter nutzen“, so der CDU-Vorsitzende Wilhelm Jasperneite. Ihm und seiner Partei sei wichtig, sich die Option der Rückkehr offenzuhalten.

Die nötigen Umstände, davon hat sich die CDU am Dienstag überzeugt, seien gegeben. „Das Bad ist trotz seines Alters gut gepflegt“, sagte Jasperneite. Und das soll auch vorerst so bleiben.

Die Hoffnung lebt: So geht es nach den Sommerferien weiter mit dem Lehrschwimmbecken Stockum

Musste sich schwierigen Fragen stellen: Jürgen Thöne. © Mario Bartlewski

„Wir lassen das Wasser raus, fahren die Belüftungsanlage runter, spülen immer mal wieder Duschwasser durch und tauschen die Filter aus“, sagt Badleiter Jürgen Thöne. Alles, damit eine Wiederaufnahme des Betriebs möglich bleibt. Klingt gut für die Lehrschwimmbecken-Befürworter. Doch es gibt ein großes Aber.

„Wir stehen zu unseren Planungen und rechnen damit, dass wir den Bedarf in Werne durch das Solebad decken können“, so Gründken. Ob man Schulen, Vereine und Öffentlichkeit tatsächlich unter einen Hut bekommt, soll sich zeitnah zeigen. „Aber wir haben ein gutes Gefühl.“

„Nach den Sommerferien haben wir Vollast. Dann werden wir sehen, wie es funktioniert“,
BADLEITER JÜRGEN THÖNE

„Nach den Sommerferien haben wir Volllast. Dann werden wir sehen, wie es funktioniert“, so Thöne, der mit seiner Aussage allerdings nicht auf Begeisterung der etwa 25 Teilnehmer stieß.

Die Teilnehmer waren sich sicher: Erst nach Schließung des Freibads und nach einer kompletten Winter-Saison könne man abschätzen, ob alle Parteien mit der im Rat gefassten Entscheidung leben können. Laut ihnen führe die aktuelle Solebad-Belegung bereits zu Engpässen.

Die Hoffnung lebt: So geht es nach den Sommerferien weiter mit dem Lehrschwimmbecken Stockum

Auch die Technik im Lehrschwimmbecken Stockum haben sich die Teilnehmer angeschaut. © Mario Bartlewski

Doch alles in allem gehe es nicht um‘s Wollen, sondern um die Kosten und den Mehrwert für die Bevölkerung. Denn nur weil weniger Schul- und Vereinsaktivitäten im Solebad herrschten, bedeute das nicht gleich, dass die Zahl der Privatbesucher in die Höhe steige. Schüler hätten beispielsweise erst am Nachmittag Freizeit und eine Chance, ins Bad zu gehen.

„Wir haben uns andere Bäder angeschaut. Da war mittags nichts los. Da waren nur drei bis vier Gäste im Becken“, so Jürgen Thöne. Genau das gelte es bei einer Entscheidung auch zu berücksichtigen. Außerdem müsse das Lehrschwimmbecken - sollte der Betrieb wieder aufgenommen werden - aufwendig renoviert werden. Genau an diesem Punkt scheiterte der Erhalt des Beckens 2018 im Rat.

Erste Interessenten für die Nachnutzung des Lehrschwimmbeckens

„Wie auch immer sie lautet. Es muss jetzt bald eine endgültige Entscheidung getroffen werden“, sagte Thöne zu den Anwesenden. Doch zunächst gilt es die Mehrbelastung für das Solebad abzuwarten.

Erste Interessenten für die Nachnutzung des Lehrschwimmbeckens gebe es laut Gründken und Thöne bereits. So haben sich die Kanuten des SV Stockum bereits bei der Stadt Werne gemeldet. Weitere Interessenten könnten zudem noch folgen.

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