Martin Pausch ist Ratsmitglied der Partei Die Linke in Werne. © Felix Püschner
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Linke vor der Kommunalwahl: „Wir dürfen die Jugend nicht vergessen – und Stockum auch nicht“

Die Kommunalwahlen rücken näher. Höchste Zeit, bei den Werner Parteien mal nachzuhaken, warum der Wähler gerade ihnen seine Stimme geben sollte. Das haben wir auch Martin Pausch von der Partei Die Linke gefragt.

Viele Werner Bürger schreiten am 13. September 2020 zur Wahlurne. Dann entscheidet sich auch, wie stark die einzelnen Parteien im Stadtrat vertreten sein werden. Aber wofür stehen die Parteien überhaupt? Welche Probleme wollen sie angehen? Und noch wichtiger: Wie wollen die Politiker diese Probleme eigentlich lösen?

Martin Pausch ist Einzelkämpfer im Werner Stadtrat. Fraktionslos. Doch das heißt nicht, dass er bloß als Zuschauer in Erscheinung tritt. Wenn es um die Zukunft der Lippestadt geht, dann hat Pausch sogar ziemlich konkrete Vorstellungen – und Forderungen. Zum Beispiel mehr für die Jugend zu tun. Und Stockum dürfe man bei allem Engagement auch nicht vergessen, wie Pausch in unserem Interview erklärt.

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Kommunalwahl in Werne: Diese Pläne hat die Linke

Die Linke stehe natürlich auch in Werne für Gerechtigkeit, Zusammenhalt und Solidarität. Und seine Partei wolle natürlich auch nach der Kommunalwahl weiterhin ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger haben. „Dann aber gerne in Fraktionsstärke“, sagt Pausch und grinst. Im Werner Stadtrat einen – oder sogar mehrere – Parteikollegen an seiner Seite zu haben, kann schließlich nicht schaden, um andere zu überzeugen.

Etwa, wenn es darum geht, Geld für Stockum in die Hand zu nehmen. Denn Pausch sagt deutlich: „Stockum ist eines der größten Probleme. Stockum fühlt sich nicht mitgenommen.“

Linke fordert mehr Angebote für Wernes Jugend

Natürlich müsse man gerade jetzt in Corona-Zeiten auch den städtischen Haushalt im Auge behalten. Das bedeute jedoch nicht, dass man überhaupt nichts tun beziehungsweise investieren muss. „In Stockum gäbe es zum Beispiel die Möglichkeit, ein Planschbecken zu bauen für 6- bis 8-Jährige – und dazu einen Grillplatz für die Eltern“, erklärt der Linke. So habe man immerhin schon mal „ein bisschen was“ in Stockum. Und damit etwas, das man später ausbauen könne. Schritt für Schritt eben.

Das zweite große Thema der Partei ist die Jugend. „Die ist die Zukunft von Werne, wurde in den vergangenen Jahren aber total vernachlässigt“, betont Pausch. Klar habe die Lippestadt mit dem Juwel ein sehr gutes Jugendzentrum: „Aber es gibt leider auch keine Alternativen. Wir haben so viele Flächen, die brachliegen – warum bauen wir da nicht zum Beispiel einen Abenteuerspielplatz hin?“

Einen solchen Spielplatz könnte die Jugend dann ja sogar selbst gestalten – in Kooperation mit dem Jugendamt. „Dann gäbe es eine Alternative und die Jugend muss nicht mehr auf der Treppe sitzen, wenn sie Langeweile hat“, so Pausch.

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Geboren 1984 in Dortmund, studierte Soziologie und Germanistik in Bochum und ist seit 2018 Redakteur bei Lensing Media.
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Felix Püschner
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