Lino und Fabio pflastern nach Augenmaß

WERNE Es knirscht. Es staubt. Es dröhnt. Und mittendrin Lino Mendes Rodrigues. Mit einem Bein kniet er, mit dem anderen stützt er sich ab. Dann schweift sein Blick suchend umher.

von Von Wolfgang Gumprich

, 16.08.2007, 17:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lino und Fabio pflastern nach Augenmaß

<p>Lino Mendes Rodrigues legt das Pflaster rund um den Kirchplatz St. Christophorus. Gumprich</p>

Sein Kollege Fabio Ramalho legt unterdessen die kleinen Muster rund um Gullydeckel. Er ist seit März in Deutschland, Lino lebt hier mit seiner Familie seit elf Jahren. Nach Portugal zieht es ihn nur noch zu Weihnachten. Er lebt und arbeitet hier wegen des Geldes - der Satz "Portugal kannst du vergessen" geht im Maschinenlärm fast unter. Denn einige Meter weiter rupft Vorarbeiter Peter Friede mit seinem Bagger die alten Kirchplatzplatten auf, sein Kollege sammelt sie mit einem Radlader und kippt sie auf einen großen Haufen. Wer will, kann sich die Sechsecksteine abholen - Quadratmeter ein Euro.

Sein Kollege Fabio Ramalho legt unterdessen die kleinen Muster rund um Gullydeckel. Er ist seit März in Deutschland, Lino lebt hier mit seiner Familie seit elf Jahren. Nach Portugal zieht es ihn nur noch zu Weihnachten. Er lebt und arbeitet hier wegen des Geldes - der Satz "Portugal kannst du vergessen" geht im Maschinenlärm fast unter. Denn einige Meter weiter rupft Vorarbeiter Peter Friede mit seinem Bagger die alten Kirchplatzplatten auf, sein Kollege sammelt sie mit einem Radlader und kippt sie auf einen großen Haufen. Wer will, kann sich die Sechsecksteine abholen - Quadratmeter ein Euro.

Peter Friede zeigt die Baupläne. "Im Oktober sind wir fertig - müssen wir fertig sein", meint er. "Wir geben unser Bestes."

Neues Pflaster kann sich sehen lassen

Und das kann sich schon sehen lassen, zumindest hinter der Kirche zwischen Sakristei und Museum liegt es schon, das neue Pflaster, die Grauwacke. Von den äußeren Verdickungen der Kirchmauern läuft ein Pflasterband in hellerer Wackersteinen strahlenförmig und lockert so den grauen Platz auf.

An den Häusern, Friede zeigt auf den Plan, wird die Gartenbaufirma aus Neunkirchen den so genannten Werner Stein verlegen, der bereits am Busbahnhof zu begehen ist und der nach dem Willen der Stadtbauplaner in der Verwaltung einmal in der gesamten Fußgängerzone ein einheitliches Bild abgeben soll. Aber bis es soweit ist, werden Lino und Fabio noch einiges zu tun haben.

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