Lippe-Fähre: Leinen los erst 2015?

WERNE Müssen Wanderer und Radfahrer bis zum Jahre 2014 oder gar bis 2015 auf die ersehnte Lippe-Fähre zwischen Bergkamen und Werne warten? Da dies befürchtet wird, haben die beiden Städte den Lippeverband um ein Gespräch gebeten.

von Von Rudolf Zicke

, 09.07.2008, 07:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wann die Werner Lippe-Fähre wie das Dorstener Vorbild "Baldur" ablegen kann, hängt vom Lippeauenprogramm ab.

Wann die Werner Lippe-Fähre wie das Dorstener Vorbild "Baldur" ablegen kann, hängt vom Lippeauenprogramm ab.

Denn wann die touristisch äußerst interessante Lippe-Fähre erstmals ablegen kann, hängt vor allem von der Umsetzung des Lippeauenprogramms durch den Lippeverband ab. Nach dem momentanen Zeitplan soll der heimische Fluss von 2010 an zwischen Werne und Lünen-Beckinghausen umgestaltet werden.

Start am Wehr in Beckinghausen

"Der Startschuss soll am Wehr in Beckinghausen fallen", erklärte Sylvia Junghardt, Landschaftsplanerin beim Lippeverband; .anschließend soll es in wahrscheinlich vier weiteren Bauabschnitten über insgesamt elf Flusskilometer gen Werne gehen. 2014 bis 2015, hofft sie, soll die Umgestaltung beendet sein. Und erst dann, meint Junghardt, sollten die Anlegestellen für die Lippe-Fähre zwischen den beiden Städten gebaut werden. Das kleine Wasserfahrzeug vorher in Betrieb zu nehmen, erscheint ihr nicht sonderlich klug. Denn dann müssten die beteiligten Städte hier für einen begrenzten Zeitraum Geld ausgegeben, das mit der Fluss-Umgestaltung verloren sei bzw. für die dann notwendigen neuen Anleger neu investiert werden müsste.

Eine vage Hoffnung besteht noch

Eine Veränderung der Reihenfolge der einzelnen Bauabschnitte zu Gunsten einer Lippe-Fähre, also zum Beispiel mit dem Bau in Werne schon 2010 zu beginnen und sich anschließend gen Beckinghausen vorzuarbeiten, erscheint dem Lippeverband nicht praktikabel.  "Wir haben aber die vage Hoffnung, dass es vielleicht doch irgendwie geht", meint dagegen Baudezernentin Monika Schlüter; denn mit der Einrichtung der Fährverbindung zwischen den beiden Lippestädten bis 2015 zu warten, das sei noch ein sehr langer Zeitraum.

Wie steht´s mit  dem Aussichtspunkt?

Allerdings sei die Fähre nicht das einzige Thema des Gesprächs im kommenden Monat. Die Vertreter der beiden Städte möchten sich grundsätzlich über die geplante Fluss-Umgestaltung informieren lassen. Sie möchten unter anderem wissen, wie es um Wanderwege, um den gewünschten Aussichtspunkt und um die Belastung der Lippeaue durch die schweren Arbeitsmaschinen bestellt ist.

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