Liturgiekreis stellt Kreuze aus

St. Christophorus

WERNE Unter dem Motto "Jedes Haus hat sein Kreuz", organisierte der Liturgiekreis der Kirchengemeinde St. Christophorus in der Pfarrkirche eine Ausstellung bestehend aus einer Sammlung privater Kreuze der Gemeindemitglieder. Und jedes Kreuz hat eine eigene Geschichte.

von Von Mareike Kneip

, 23.11.2009, 14:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dieses Kreuz ist ein Geschenk eines befreundeten Ehepaares aus der polnischen Partnerstadt Walcz.

Dieses Kreuz ist ein Geschenk eines befreundeten Ehepaares aus der polnischen Partnerstadt Walcz.

Die Kreuze stammten aus unterschiedlichen Zeiten, von verschiedensten Orten und sind zu den mannigfachsten Anlässen, oft zu Knotenpunkten im Leben, empfangen worden. So erinnerten einige Kreuze an die 1. Heilige Kommunion, die Hochzeit oder Taufe. Während einige erst seit ein paar Jahren zu Wegbegleitern geworden sind, haben andere seit 40, 50 oder gar 100 Jahren eine Verbindung innerhalb der Familiengeschichte.

So war beispielsweise aus den Steckbriefen zu entnehmen: Das Kreuz aus farbigen Mosaiksteinen, gefertigt von Schwester Erentrud Trost OSB war ein Geschenk meiner Familie und hat mich durch mein Studium begleitet.

Ein anderer Steckbrief zeugt davon, dass das Kreuz nach der Hochzeit 1959 nach den Wünschen der Besitzer gefertigt wurde: "Wir baten den Künstler, das Haupt des gekreuzigten Christus zur linken, der Eingangstür zugewandten Seite, neigen zu lassen, um die Hereinkommenden anschauen und begrüßen zu können"  Andere erzählen von einer tiefen Verbundenheit und Freundschaft über die Landesgrenzen hinweg, denn sie stammten aus Rumänien oder Polen.Über 70 Kreuze in der Ausstellung

"Es ist etwas Besonderes, dass wir uns Zeit gönnen, das Kreuz neu in unsere Mitte und unser Herz zu holen. Keiner kommt am Kreuz vorbei, es gehört zu unserem Leben", resümierte Pfarrdechant Klaus Martin Niesmann in einer kleinen Andacht zu Beginn der Ausstellung, die keine Ausstellung im eigentlichen Sinne darstellt. "Es geht nicht darum, etwas abzugeben, um es zu zeigen, sondern diejenigen, die ihre Kreuze gebracht haben, haben sich selbst mit ihrem Herzen und mit ihrer ganz eigenen Geschichte gebracht", gab der Pfarrdechant zu bedenken.

Und tatsächlich hatten viele Gemeindemitglieder ihre Kreuze abgegeben: "Wir waren ganz überrascht. Nun stehen über 70 Kreuze hier. Mit einem solchen Zulauf hatten wir nicht gerechnet", gaben die Organisatorinnen Ursula Temme und Susanne Hegge offen zu.

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