Lockdown: Werner Gastronomen zwischen Resignation und Unverständnis

mlzCorona-Krise in Werne

Seit Montag (2. November) müssen die Gastronomien in Werne wie im gesamten Bundesland geschlossen bleiben. Nur noch Abhol- und Lieferservice ist möglich. Den meisten Gastronomien geht es damit nicht gut.

Werne

, 06.11.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die Gastronomie ist der erneute Lockdown ihrer Betriebe in NRW seit vergangenem Montag (2. November) eine schwere Bürde. Auch das Stimmungsbild in der Werner Gastronomie ist gemischt - von teilweisem Verständnis über Resignation bis hin zu Ärger.

„Wir haben damit gerechnet“, sagt das Team der Pizzeria da Marco auf Nachfrage. Auch das Hotel Baumhove äußert sich eher nüchtern: „Wir müssen es leider akzeptieren.“ Ähnliches sagt auch das Haus Havers: Man sei unschlüssig über diesen Lockdown, andererseits müsse es aber wegen der Coronasituation sein. „Wir arbeiten an allen Ecken und Enden“, heißt es von der Konditorei Telgmann.

Onkel Mo‘s Grill: „Wir blicken auf eine erneute, schwierige Zeit“

Vom Team von Onkel Mo‘s Grill heißt es: „Wir blicken auf eine erneute, schwierige Zeit. Kaum hat man sich von dem ersten Lockdown erholt, steht der nächste vor der Tür.“ Ähnliches sagt auch Klimeckis Party-Service: Dem Unternehmen gehe es mit dem erneuten Lockdown nicht so gut, heißt es dort. Das Mediterraneo schreibt zur aktuellen Situation kurz und knapp: „Traurig.“

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Weniger Verständnis für die Situation haben das Stilvoll im Rathaus und der Diner Route 66: „Leider ist diese Maßnahme für mich nicht nachvollziehbar. Restaurants waren in den letzten Monaten mit die sichersten Orte. Wir können nur auf eine wirkliche Hilfe vom Staat hoffen, da die Situation existenzbedrohend ist“, heißt es vom Stilvoll im Rathaus. Der Diner Route 66 erklärt: „Die Maßnahmen der Regierung sind komplett überzogen. Der Diner-Route 66 in Werne hat im Gastraum Trennwände 1,5 Meter hoch, eine Zuluft- und Abluftanlage, die Gastronomieeinrichtung ist in hochwertigem Edelstahl und Granit ausgestattet. Die Tische stehen im erforderlichen Abstand. Alles Bestens.“

4712 Bleibt Alles Anders geht es in der Krise gut

Dem 4712 Bleibt Alles Anders hingegen scheint es seit März gut zu gehen: „Ich habe den Gastraum seit März durchgehend geschlossen. Die Nachfrage über den Lieferservice hat sich erhöht, deshalb geht es meinem Betrieb sehr gut.“

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) forderte am Dienstag (5. November) von der Politik Perspektiven für die Zeit ab Dezember. Denn mit dem Virus leben lernen zu können, heiße nicht, „im Lockdown einzufrieren“, sagte NRW-Verbandspräsident Bernd Niemeier gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Gastronomen, Hoteliers, Club- und Diskothekenbetreiber, Caterer und ihre Hunderttausenden von Beschäftigten wollten wissen, welche Szenarien die Politik mit welchen Konsequenzen erarbeite. Es gehe darum, sich darauf einstellen zu können.

Mit dpa

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