Ludger Risse auf Anne Wills Couch

WERNE Es war ein Auftritt, wie ihn Ludger Risse nicht jeden Tag erlebt. Doch trotz erhöhter Pulsfrequenz war der ARD-Polit-Talk bei Anne Will für den Pflegedirektor des St.-Christophorus-Krankenhauses eine "hochgradig spannende" Diskussion.

von Von Michael Lunemann

, 16.06.2008, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Pflegedirektor Ludger Risse diskutierte bei "Anne Will" über die Situation der Pflege in  Krankenhäusern.

Pflegedirektor Ludger Risse diskutierte bei "Anne Will" über die Situation der Pflege in Krankenhäusern.

Noch während der Zugfahrt ins Sendestudio nach Berlin erhielt Risse eine Mitteilung via Handy: Das Sendekonzept werde umgestellt. „Dieser Anruf hat meine Pulsfrequenz deutlich erhöht“, räumte der Pflegedirektor ein. „Denn nun sollte ich nicht nur auf der Couch Platz nehmen; ich war anschließend auch zur Diskussionsrunde eingeladen.“

Als Experte mitdiskutieren

Der 50-Jährige ist u.a. Vorsitzender des Pflegerates in NRW. „Zuerst war ich schon nervös. Gleichzeitig war es aber eine tolle Chance für mich, die Positionen der Pflege darzustellen.“ So diskutierte Risse mit dem Arzt und Vizepräsidenten der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, ferner mit dem Präsidenten der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Rudolf Kösters sowie mit der Autorin und Gesundheitsexpertin Sibylle Herbert und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Jens Spahn. Thema war der Stellenabbau in der Pflege.

Risse wies darauf hin, dass der deutsche Pflegerat beabsichtige, eine Forschungsstudie in Auftrag zu geben, in der ermittelt werden soll, wie viele Kräfte in der Pflege bundesweit fehlen. „Aber es fehlen die 500 000 Euro.“ Das Bundesgesundheitsministerium habe abgelehnt, die Kosten zu übernehmen. „Das liegt bestimmt nicht an dem Geld. Vielmehr dürfte das Bundesministerium von Frau Schmidt das Ergebnis fürchten“, bezog er Position.

Reaktionen nach der Sendung

„Nach der Sendung habe ich zahllose E-Mails erhalten, die mich in meiner Haltung bestärken. Es zeigt, dass es mir gelungen ist, einige meiner Botschaften herüber zu bringen“, freute sich Risse. Das Deutsche Institut für angewandte Pflegewirtschaft hatte Ludger Risse der Redaktion von Anne Will empfohlen.

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