Lückenschluss: Freie Fahrt auf L 518 n

WERNE Bürgermeister Rainer Tappe stapelte tief. "Wir sind recht zufrieden", bewertete er die gestrigen Verhandlungen in Düsseldorf. Dabei hätte er jubeln können: Der überfällige Lückenschluss der Umgehungsstraße L 518 n ist offenbar gesichert.

von Von Hubert Kramer

, 17.10.2007 / Lesedauer: 2 min

Beim gestrigen Termin im Verkehrsministerium sei seiner Einschätzung zufolge ausschlaggebend gewesen, dass Werne die Vorfinanzierung des 7,5 Mio.-Euro-Projektes übernehme und dafür in einer groß angelegten Spendenaktion insgesamt 130 000 Euro zusammengetragen habe.

Beim gestrigen Termin im Verkehrsministerium sei seiner Einschätzung zufolge ausschlaggebend gewesen, dass Werne die Vorfinanzierung des 7,5 Mio.-Euro-Projektes übernehme und dafür in einer groß angelegten Spendenaktion insgesamt 130 000 Euro zusammengetragen habe.

Frühere Rückzahlung

Von den ursprünglich als erforderlich angesehenen 800 000 Euro ist keine Rede mehr. Das Land, so berichtete der in die Landeshauptstadt mitgereiste Michael Zurhorst, komme Werne bei der Rückzahlung der vorfinanzierten Summe zeitlich entgegen, so dass unterm Strich von der Stadt Werne vermutlich nur etwa 400 000 Euro zu tragen wären. Der Bau- und Verkehrsexperte der Werner CDU-Fraktion äußerte sich optimistisch, dass die L 518 n in das Landesstraßenbauprogramm 2008 aufgenommen werde. Die Entscheidung falle im Januar. "Von Vorteil für uns ist, dass der Lückenschluss formal kein Neu-, sondern ein Weiterbau ist", meinte Zurhorst.

WFG gibt Geld

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna (WFG) wird die Finanzierung des Straßenbaus als Partner des Landes umsetzen. Nach Angaben ihres Geschäftsführers Dr. Michael Dannebom schießt die WFG als Darlehen einen Sockelbetrag von 500 000 Euro zu. Die verbleibenden 7 Mio. Euro geben Sparkasse und Volksbank als Kredit. "Die Geldinstitute haben günstige Konditionen zugesagt", erklärte Dr. Dannebom.

Ein weiterer Gesprächstermin im Verkehrsministerium ist für Dezember verabredet. Dann soll es bereits um technische Abläufe gehen. Offenbar ein weiteres gutes Zeichen: "Das Land will, dass das Modell der Vorfinanzierung funktioniert", so Tappe und Zurhorst.

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