Auf Parkplätzen, die zu Geschäften gehören, gilt seit Dienstag (1. Dezember) eine Maskenpflicht. Welche öffentlichen Parkplätze in Werne, hier die an der Südmauer, davon betroffen sind, ist noch nicht geklärt. © Helga Felgenträger (A)
Coronavirus in Werne

Maskenpflicht auf Parkplätzen? Schwierige Frage um neue Corona-Regeln in Werne

Seit Dienstag gilt eine neue Coronaschutzverordnung in NRW. Darin heißt es auch, dass eine Maskenpflicht auf Parkplätzen herrscht. In der Praxis ist die Umsetzung gar nicht so leicht, wie man in Werne merkt.

Die neue Coronaschutzverordnung des Landes NRW, die ab Dienstag (1. Dezember) gilt, sieht verschiedene neue Maßnahmen im Umgang mit dem Coronavirus vor. Demnach sind Kontakte im öffentlichen Raum nur noch mit fünf Angehörigen aus maximal zwei verschiedenen Haushalten erlaubt. Die Maskenpflicht wird neben den Innenstadtbereichen und Geschäften auch auf die dazugehörigen Parkplätze ausgeweitet. Doch welche gehören genau dazu?

Das ist eine schwierige Frage, mit der sich die Verantwortlichen der Stadt Werne derzeit beschäftigen, wie Ordnungsdezernent Frank Gründken erklärt. Denn: In der nun geltenden Verordnung heißt es, dass eine Maskenpflicht auf Parkplätzen herrscht, die sich „im unmittelbaren Umfeld von Einzelhandelsgeschäften auf dem Grundstück des Geschäftes, auf den zu dem Geschäft gehörenden Parkplatzflächen und auf den Zuwegungen zu dem Geschäft“ befinden.

Einheitlichkeit mit anderen Städten im Kreis Unna wünschenswert

Doch wo genau diese Zuwege zum Geschäft beginnen und aufhören, ist nicht ganz eindeutig. „Wenn ich zum Beispiel in ein Geschäft gehen will und auf der anderen Straßenseite parke: Gilt das dann schon als Zuweg zum Geschäft?“, erklärt Gründken die Problematik. Fraglich ist auch, ob etwa städtische Parkplätze wie an der Südmauer im Innenstadtbereich, wo generell eine Maskenpflicht herrscht, anders einzuordnen sind als Parkplätze weiter außerhalb wie etwa Am Hagen oder Kurt-Schumacher-Platz.

Um dies zu klären, schalten sich am Mittwoch (2. Dezember) Verantwortliche der Ordnungsämter aus dem Kreis Unna zusammen. „Eine einheitliche Regelung – vor allem mit den umliegenden Städten – wäre wünschenswert“, erklärt Frank Gründken den Austausch mit den anderen Kommunen. Für die Bürger in Werne soll dann eindeutig sein, auf welchen Parkplätzen sie die Alltagsmasken tragen müssen.

Böllerfreie Zone in Werne wird noch geprüft

Wie auch immer die Maßnahmen dann aussehen werden, appelliert Gründken an die Werner: „Eigentlich sollte man nicht darauf gucken, was der Gesetzgeber von mir erwartet, sondern eigentlich müsste jedem Bürger klar sein, dass man eine Maske zu tragen hat, um sich und andere zu schützen. Da setze ich doch lieber die Maske einmal zu viel auf, als einmal zu wenig“, so der Ordnungsdezernent.

Das gilt auch für die Silvesternacht. Mit der neuen Coronaschutzverordnung wurde die Handhabung über böllerfreie Zonen den jeweiligen Kommunen überlassen. Wo genau diese in Werne sein werden, muss noch abgestimmt werden, so Gründken.

„Es sollen Bereiche sein, an denen man größere Gruppenansammlungen erwartet. War das beispielsweise in den letzten Jahren der Bereich rund um das Kolpinghaus, weil dort eine Party gefeiert wurde, ist das in diesem Jahr natürlich nicht der Fall. Jetzt wird es wohl ganz unterschiedliche Orte geben, an denen sich die Bürger treffen werden“, erklärt Gründken.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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