Mega-Reise: Eine ganze Schule fährt nach Rom

670 Schüler und 50 Lehrer

20 Busse werden sich auf den Weg nach Rom machen. Zunächst begleitet von einer Polizeieskorte. "Sonst kommen wir ja gar nicht alle weg", sagt der Schulleiter des Werner Anne-Frank-Gymnasiums. Alle? Das heißt tatsächlich alle. Die gesamte Schule, fast 800 Menschen. Was dahinter steckt? Wir haben die Fakten.

WERNE

, 23.03.2015, 16:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mega-Reise: Eine ganze Schule fährt nach Rom

Das Colosseum in Rom - auch hier werden die AFG-Schüler auf ihrer Schulfahrt nach Rom sicherlich Halt machen.

Warum plant das Anne-Frank-Gymnasium die Fahrt nach Rom mit der kompletten Schülerschaft? Das Gymnasium feiert 2016 sein 50-jähriges Bestehen. Stichtag ist der 20. April. Als es 1966 eröffnet worden ist, begann das neue Schuljahr immer nach den Sommerferien.

Wann findet die Fahrt statt? Die Schüler und Lehrer fahren vom 30. September bis zum 7. Oktober nach Rom.

Wer darf alles an der Fahrt teilnehmen? Die rund 670 Schüler und 50 Lehrer der Schule. Außerdem können auch Eltern von Fünft- und Sechstklässlern mitfahren. „Die Erfahrung aus anderen Schulen zeigt, dass 50 bis 70 Prozent der Eltern dann auch mitkommen, erklärt Schulleiter Heinz-Joachim Auferoth. Die jüngeren Schüler sollen so weniger Heimweh haben.

Wie kommen die knapp 800 Menschen nach Rom? Die Schüler, Lehrer und Eltern fahren mit Bussen nach Rom. Diese starten vom Parkplatz Am Hagen aus gemeinsam Richtung Süden. Die rund 20 Busse mit je 42 Personen an Bord werden von einer Polizeieskorte aus der Stadt geleitet. „Sonst kommen wir gar nicht alle weg“, sagt der Schulleiter. Der Parkplatz wird für diesen Tag gesperrt, „dafür haben wir auch schon das OK vom Bürgermeister“.

Warum fahren die Busse nicht dezentral von verschiedenen Orten ab? „Die Fahrt soll ein großes Erlebnis werden“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Elisabeth Greber, „und dazu gehört auch, dass alle gleichzeitig losfahren“.

Wo werden die Schüler in Rom wohnen? Der Veranstalter Höffmann-Schulreisen organisiert die Fahrt. Die Schüler wohnen dann in einem Camp des Veranstalters mitten in Rom. Die Wohnanlage ist mit Kiosk, Poollandschaft, Fußballplatz und Disko ausgestattet. Das Camp besteht aus zahlreichen Bungalows mit zwei bis sechs Schlafplätzen. 3000 Menschen insgesamt dort Platz.

Werden die Schüler auch den Papst treffen? Ja – zumindest, die die das auch wollen. „Das ist möglich, weil der Veranstalter ein grundchristlicher, katholischer, emsländischer Mensch ist, der sehr gute Kontakte zum Papst hat“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Elisabeth Greber.

Wie viel kostet die Reise? Jeder Schüler zahlt 399 Euro. Gibt es Geschwisterkinder auf dem Anne-Frank-Gymnasium zahlt das zweite Kind 299 und das dritte Kind 199 Euro. Ein viertes würde sogar umsonst mitfahren. „Das haben wir aber noch nicht an unserer Schule“, sagt Auferoth.

Was ist, wenn ein Kind aus finanziellen Gründen nicht mit kann? Aus diesem Grund muss niemand zu Hause bleiben. Die Schule hat einen gewissen Etat, aus dem sie in solchen Fällen schöpfen kann. Wer berechtigt ist, bekommt auch Hilfen aus dem Bildungspaket. 

Was steht vor Ort auf dem Programm? Die Schüler erwartet ein umfangreiches Kulturprogramm. Neben Pompeji werden die Schüler auch zum Vesuv fahren. Den Lehrern und Betreuern stehen auch Schüler zur Seite – eine sogenannte Expertengruppe.

Was zeichnet diese Expertengruppe aus? Das sind 25 Schüler, die bereits in diesem Jahr in das Camp fahren und sich auf die große Romfahrt vorbereiten werden. Die Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums können sich aktuell dafür bewerben. Bevorzugt werden dabei Schüler, die sich bereits in der Schülervertretung oder in Jugendgruppen engagieren.

Müssen die Schüler hier noch mal 399 Euro zahlen? Nein. Diese Reise ist für die teilnehmenden Schüler kostenlos. Sie ist im Gesamtangebot des Veranstalters vorgesehen und im Preis inbegriffen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt