Millionenschwere Projekte werden Werne nachhaltig verändern

Stadtentwicklung: Werner Rat hat entschieden

In einer außerordentlichen Sitzung hat der Werner Stadtrat dem „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept“ zugestimmt. Hinter dem sperrigen Namen verbirgt sich nicht mehr als ein historisches Vorhaben.

Werne

, 08.02.2018, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Fußgängerbrücke über der ehemaligen B54 soll verschwinden.

Die Fußgängerbrücke über der ehemaligen B54 soll verschwinden. © Helga Felgenträger

Dank der Fördergelder aus dem Wettbewerb „Regionale 2016“ können sich die Werner Bürger auf Veränderungen freuen: Der Rückbau der ehemaligen B54 inklusive dreier Kreisverkehre, die Renaturierung der Horne oder die Anbindung des neuen Solebades an die historische Innenstadt sind nur drei der Projekte, die im „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept“ verankert sind.

Erste Projekte noch 2018

Das Konzept bildet die Grundlage für die weitere Planung in den kommenden Jahren. Stadtplaner Ralf Bülte rechnete in der Vergangenheit mit „10 bis 15 Jahren“, ehe frühestens alles abgeschlossen sein könne. Am Mittwochabend konkretisierte er, was 2018 bereits realisiert beziehungsweise geplant wird: Die Neugestaltung der Innenstadt im Bereich Moormannplatz, der Abriss der Fußgängerbrücke über der Münsterstraße und der Kreisverkehr, der den Becklohhof an die Burgstraße anbindet und damit als erstes Element die Trennung zwischen Innenstadt und den Wohngebieten jenseits der alten B54 aufhebt.

Die Projekte haben ein Gesamtvolumen von mehr als 20 Millionen Euro – wobei die Verwaltung betonte, dass eine genaue Kalkulation erst möglich sei, wenn die Projekte auch tatsächlich bevorstehen: „Wir sind in einer Planungsdichte, die noch nicht so massiv ist, dass wir nicht noch daran arbeiten könnten“, kündigte Bürgermeister Lothar Christ an, dass sich die Projekte selbst noch ändern könnten. „Erfahrungsgemäß werden wir nicht alle Maßnahmen, die wir jetzt kalkuliert und geplant haben, auch tatsächlich so umsetzen.“

4 Millionen Euro Eigenanteil

Der Ratsbeschluss war jedoch nötig, um die Fördergelder zu garantieren. Zwischen 65 und 90 Prozent der Projektsummen könnten je nach Maßnahme auf diesen Töpfen bezahlt werden. Die Verwaltung kalkuliert derzeit mit einem städtischen Anteil von rund 4 Millionen Euro.

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