NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach überbrachte nicht nur den Förderbescheid für die Stadt Werne, sondern nutzte die Gelegenheit, der Feuerwehr Werne stellvertretend für die vielen Einsatzkräfte zu danken für ihr Engagement während des Unwetters. © Andrea Wellerdiek
Unwetter in Werne

Mit Video: „Ein trauriger Tag für NRW“: Ministerin Scharrenbach bedankt sich bei Feuerwehr Werne

Bei einem Ortstermin bei der Feuerwehr in Werne sprachen Bürgermeister Lothar Christ und NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach den Einsatzkräften ihren Dank aus für die Einsätze im Unwetter. Und sie gedachten der Opfer.

Sie wollte nicht nur einen Förderbescheid für die Stadt Werne mitbringen, sondern ausdrücklich ihren Dank für die Einsatzkräfte in den vergangenen Tagen zum Ausdruck bringen. Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes NRW, die gerade mit jüngsten Eindrücken aus Fröndenberg nach Werne kam, verdeutlichte: „Es ist ein trauriger Tag für Nordrhein-Westfalen. Wir haben mehrere Tote zu beklagen. Darunter sind auch Einsatzkräfte. Darum ist das heute per se ein schwieriger Tag.“

Bei dem Ortstermin in Werne, bei dem sie der Stadt einen Förderbescheid über 250.000 Euro für das neue Feuerwehr-Gerätehaus überbrachte, nutzte sie die Chance, den Einsatzkräften aus Werne – stellvertretend für so viele Helfer – persönlich für ihr Engagement in diesen Tagen zu danken.

NRW-Ministerin Scharrenbach: „Unbezahlbar, was sie leisten“

„Mir liegt die Feuerwehr sehr am Herzen – im Besonderen die ehrenamtlichen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr, weil sie stellen im Ehrenamt den Brandschutz und den Katastrophenschutz. Die Bürger merken in diesen Tagen, was das bedeutet. Sie schützen de facto Menschenleben, setzen ihr eigenes auch ein und sie schützen auch Hab und Gut. Man kann es nicht bezahlen, was sie leisten.“

Sie überbrachte stellvertretend den Dank der Landesregierung für den Einsatz in den letzten Tagen und Wochen. „Ich hoffe, es werden in den nächsten Tagen nicht mehr viele kommen. Wir werden es sehen, es gibt gerade eine Herausforderung mit den Talsperren. Das ist nachvollziehbar. Irgendwann muss man sie öffnen. Sie waren zwar schon gut im Mai gefüllt, aber die Frage ist dann immer, wann man sie öffnen soll“, sagt Scharrenbach, die sich gerade in Fröndenberg einen Überblick über die Lage verschafft hatte. In Richtung der Feuerwehr-Leute aus Werne sagte sie: „Da haben sie später vielleicht auch eine Einsatzlage.“

Schweigeminute in Werne für die Opfer

Mindestens zwei Kameraden der Feuerwehr sind im Märkischen Kreis bei den Einsätzen rund um das Unwetter ums Leben gekommen. „Wir sind alle sehr, sehr betroffen. Das Unwetter hat unsere Einsatzkräfte sehr stark gefordert. Unsere Gedanken sind aber auch bei den beiden Opfern, die von der freiwilligen Feuerwehr stammen“, sagte Bürgermeister Lothar Christ sichtlich bewegt. Er bat die Anwesenden – darunter die Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr in Werne – um eine Schweigeminute, um der Menschen, die bei dem schweren Unwetter ums Leben gekommen sind, zu gedenken.

Mit Blick auf das Ausmaß der schweren Regenfälle und der damit verbundenen Folgen sei man in Werne noch „mit einem blauen Auge davon gekommen“, so Christ weiter. „Doch so ein Unwetter haben wir 20 Jahre hier nicht gehabt.“ Umso wichtiger sei es, dass die Einsatzkräfte vor Ort angemessen ausgestattet seien. Die Freude über die Förderung des Landes NRW für das neue Feuerwehr-Gerätehaus, das mit der Maximalsumme von 250.000 Euro unterstützt wird, war dementsprechend groß.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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